TagB-Sides

Heinerfest 1

Mit Volksfesten ist das so eine Sache. Oftmals geht es da ja ziemlich unterirdisch zu. Es gibt aber auch Gegenbeispiele wie das Heinerfest in Darmstadt. Da gibt es natürlich Fahrgeschäfte und Buden aller Art. Aber es gibt eben auch wahnsinnig viel Rahmenprogramm mit viel Live-Musik auf unterschiedlichen Bühnen.

Im Carree hat wieder einmal meine Lieblingsband (B-Sides, nur zur Erinnerung) gespielt. Abgesehen davon, dass ich mich mit einer Ex-Kollegin verabredet hatte, die ich lange nicht mehr gesehen habe, habe ich auch noch zwei andere alte Bekannte wieder getroffen. Das war sehr nett. Und auch dafür ist das Heinerfest gut. Wer jemals mit Darmstadt verbunden war, trifft dort mit Sicherheit Bekannte aus früheren Lebensabschnitten.

Ein Rundgang durch die Stadt darf also nicht fehlen – zudem informiert man sich so über die neuesten Trends bei den Fahrgeschäften. Nach einem abendlichen Besuch steht in den nächsten Tagen nun auch noch ein Besuch am Nachmittag mit den Kindern an.

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Zu viel Jungvolk

Ich habe es tatsächlich geschafft, zweimal auf das Schlossgrabenfest nach Darmstadt zu gehen – einmal alleine und einmal mit Familie. Ich hatte ja berichtet, dass es lange Zeit nicht danach ausgesehen hat, dass ich das schaffen sollte.

Hüsse von den B-Sides.

Gestern war ich ein Spät-Ausgeher. Gegen 22 Uhr habe ich das Haus verlassen. In der Stadt war ich schnell. Aber parkplatzmäßig sah es natürlich ganz übel aus. Der Fußweg war entsprechend lang. Als ich dann in Richtung Fest kam, begegneten mir schon deutlich zuviele Kinder. Und um die Bühnen herum war es deutlich zu voll. Einige Nadelöhre gibt es zudem auch immer. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Event vielleicht doch langsam aus dem Ruder läuft.

Peter von den B-Sides.

Eine Sache könnte Abhilfe schaffen: Unter-18-jährige sollten ab 22 Uhr verbannt und nach Hause geschickt werden. Dann wär die Hälfte der Menschen weg, und die Atmosphäre wäre bei weitem nicht mehr so gereizt und angespannt. Vor allem die Jungs mit Fläumchen im Gesicht und Muscle-Shirt machen extrem auf dicke Hose und denken, dass Körperkontakt in einem einzigen Geschiebe schon als Angriff auf Leib und Leben gedeutet werden muss. Das nervt.

Die B-Sides auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt.

Diese ganzen negativen Gedanken bei Seite geschoben,  stand ich dann kurz nach 23.30 Uhr an der Bühne, auf der die B-Sides spielen sollten. Ich habe schon einmal erwähnt, dass ich quasi keine andere Lokal-Band bräuchte außer dieser. Klassiker der jüngeren Musik-Geschichte bekommt man von ihnen auf hohem Niveau präsentiert. Ich kann nur jedem, der eine außergewöhliche Feier plant, empfehlen, ein Engagement dieses Trios/Quartetts in Betracht zu ziehen.

Daniel (links) und Peter von den B-Sides.

Während ich wegen der fortgeschrittenen Zeit zunächst dachte, ich würde das Ende nicht erleben, kam es dann doch anders. Um 1 Uhr war Schluss. Die Anwohner haben sich bereits beschwert – und so konnte leider nicht mehr „Killing in the Name of“ von Rage against the Machine angestimmt werden. Sei’s drum: Es war insgesamt okay. Ich kämpfte mich an urinierendem Jungvolk durch die Müllberge rund um das Festivalgelände – und entwickelte Gedanken eines Moralisten und Spießers. Dazu stehe ich aber. Ich weiß einfach nicht, warum ein netter Abend so enden muss.

Peter – wie gewohnt – das Schlagzeug voll im Griff.

Nach ein bisschen twittern landete ich dann um 2 Uhr im Bett. Die Nacht war deutlich zu kurz.

Hüsse von den B-Sides.

Gestern waren auch noch sehr spät Leute mit Kindern auf dem Fest, die vielleicht drei oder vier Jahre alt waren. Davon halte ich ja nichts. Es ist dunkel, voll, laut – das kann für kleine Kinder keine Spaßveranstaltung sein. So sind wir heute kurz nach 18 Uhr aufgebrochen, um zu viert ein wenig Nosie Katzmann zu lauschen und den Tag so ausklingen zu lassen. Das war sehr in Ordnung.

Obwohl nun noch der Sonntag von Partystimmung in Darmstadt geprägt sein wird, werde ich frühestens im kommenden Jahr wieder vor Ort sein. Aber diese Zeiten neigen sich auch dem Ende zu. Ich kam mir gestern schon ziemlich alt vor. Vielleicht ist so ein Event doch nur etwas für 18- bis 40-Jährige.

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B-Sides in DA

Bevor ich es vergesse: Auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt rocken heute Abend (nicht wie schon anders in diesem Blog zu lesen) die B-Sides die Sparkassen-Bühne. Das wird ein spätes Vergnügen. Um 23.30 Uhr geht es los. Viel Spaß dabei.

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Schlossgrabenfest

Es kommt immer wieder vor, dass man sich längerfristig etwas vornimmt. Und dann wird einem klar, dass nur die spontane Planung die wahre Planung ist. Das ist familienimmanent.

Am Wochenende steigt in Darmstadt wieder das Schlossgrabenfest. Start ist heute, am Sonntag ist Schluss. Top-Acts sind unter anderem Max Mutzke und Extrabreit. Konzerte umsonst und draußen – eigentlich eine nette Geschichte, wenn man denn hingehen würde.

Meine lokale Lieblingskombo spielt auch, am Freitag um 23.30 Uhr. Die B-Sides werden die Bühne wohl ohne mich rocken. Die Eltern würden ja gern einmal zusammen fortgehen. Aber unsere Jungs sind fremdes Personal nicht so gewohnt. Natürlich könnte man eine Lösung finden. Wenn Eltern aber erst um 1.30 Uhr nach Hause zurückkehren wollen, dann braucht es schon übernachtende Babysitter. Oder die Kinder müssten irgendwo übernachten – wem will man das aber zumuten?

Dazu kommt noch die große Unbekannte in Form von Krankheitserregern. Die campieren gerade bei uns. Komischer Ausschlag, 40 Grad-Fieber, Husten, Schnupfen, Rotz – das alles ist keine gute Vorausseetzung, um die Kinder irgendwo zurückzulassen.

Nun hofft alles auf ein Wunder – dann könnte man nachmittags vieleicht einmal mit den Kindern durch die City von Darmstadt ziehen. Live-Musik ist ja schon deren Sache. Vielleicht schaffen wir es ja – ich werde darüber berichten.

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Ausgang

Es ist ja doch immer wieder ganz nett, wenn man abends auch noch etwas unternehmen kann. Leider ist man nicht immer bereit, einen Babysitter zu organisieren. Manchmal ist aber auch nur noch einer in der Familie in der Lage, länger als bis 23 Uhr wach zu bleiben. So war es leider auch diesmal.

Ein Event, das mich auch unter schwierigsten Umständen immer wieder hinter dem nicht vorhandenen Ofen hervorlockt, ist ein Konzert meiner Leibkombo B-Sides. Gestern gastierten die drei Jungs in der Linie 9 in Griesheim. Sie haben wieder einmal die Bude gerockt und für 2,5 Stunden ausgelassene Stimmung gesorgt. Das war auf jeden Fall genau das Richtige, um den Alltag hinter sich zu lassen.

Allerdings hat mich dieser auch sehr schnell wieder eingeholt. Gerade als ich zur Haustür hereingekommen war, hörte ich Action von oben: Der Große kämpfte mit heftigen Magen-Sperenzien, die eine Komplettwäsche und ein Umbetten nach sich zogen. Schließlich lag er bei mir auf der Matratze, war wieder wie neu – aber eben auch umtriebig. So blieb mir ein Streifen von 30 Zentimetern, um meinen nächtlichen Bewegungsdrang auszuleben. In meinen Ohren rauschte es tüchtig – und ich hatte viel Zeit, mir das anzuhören.

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