TagBaby

Toms Berufungen

Ich will natürlich keineswegs jammern mit dem Verfassen dieser Zeilen. Selbstverständlich weiß ich, dass es meine Frau und ich in der Hand haben, was aus unserer Familie wird – und wie groß sie wird. Aber mit unseren drei großartigen und einzigartigen Kindern haben wird schon mordsmäßig Glück. Dafür bin ich dankbar. Es ist klar, dass die Familienplanung abgeschlossen ist. Das ist unumstößlich.

Tom als kleiner Mann

Hier war Tom selbst noch ein ganz kleiner Mann.

Und doch gibt es die Momente, in denen ich mir gut vorstellen könnte, doch noch ein kleines Kind, ein Baby zu haben. (Ich weiß sehr wohl dass das mit vielen Sorgen und kurzen Nächten einhergeht, so richtig sind wir ja schließlich aus dieser Phase noch nicht draußen.) Gerade gestern war wieder ein solcher Moment. Eine ehemalige Kollegin war mit ihrer einjährigen Tochter zu Besuch. Das war sehr unterhaltsam. Die Kleine ist seit wenigen Tage aufrecht unterwegs – unglaublich, dass diese Zeit bei unseren Kindern schon wieder so lange zurück liegt.

Nora und Tom hatten sehr viel Spaß. Klar, auch unsere Beiden haben nicht so viel Erfahrung mit so kleinen Menschen. Aber das Interesse der Kinder untereinander, aneinander war sehr groß. Vor allem Tom ist stark in die Situation eingestiegen. Er hat sich mit Freude ernsthaft mit dem kleinen Mädchen beschäftigt. Die Kleine hat dann nach einiger Zeit sogar die Nähe zu Tom gesucht.

Wenn man Tom fragt, was er werden möchte, sagt er, dass er Erzieher werden will. Kürzlich, als er mit mir zu einer von mir organisierten Vater-Kind-Aktion in der Kita gegangen ist, hat er mich ganz ernst gefragt, warum ich eigentlich nicht im Kindergarten arbeiten würde. Ich fragte zurück: “Glaubst du, dass ich das könnte?” Er gab sich sehr überzeugt: “Ja!”

Am Abend haben wir ihn dann nochmal auf seine “neue Freundin” angesprochen und gezeigt, dass es uns gut gefallen hat, wie er mit dem Kind umgegangen ist. Ganz stolz und mit einem verschmitzten Grinser sagte er schließlich: “Die war halt auch so süß!”

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Schlafspecial Pt. I: Wie viel Schlaf braucht ein Baby?

Der Tag ist gemeistert, der Zweijährige schlummert und auch das Baby wurde weich gebettet. Nun beginnt die Zeit für sich selbst. Sollte man meinen. Denn häufig heißt es dann noch mindestens drei Mal: Bääääh! Und auch nach Tagesschau und der ersten Hälfte des Spielfilms, wenn die Eltern entkräftet selbst auf die Matratze krabbeln, gibt es manchmal noch keine Ruhe. Beim Baby fällt der Schnuller raus, es wacht auf – oder die drei Schritte am Babybett werden mit knallwachen Augen erwiedert. Wie viel Schlaf braucht ein Baby? Schlafexperte Jürgen Zulley, Professor an der Universität Regensburg, hat Procter & Gamble – Hersteller der Markenwindel Pampers – im Rahmen der Kundenaktion „Guten Morgen, Baby“ ein Interview mit einigen spannenden Antworten gegeben, das wir euch heute vorstellen und zur Diskussion stellen möchten.

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Ich, der Pfannenwender…

Manchmal kommt man sich vor wie ein heißer Feger, anderentags wie ein Pfannenwender. Der vier Monate alte Sohn hat entdeckt, dass man sich mit ein bisschen Schwung ganz prima zunächst auf die Seite und dann auf den Bauch drehen kann. Dann kann man auch viel besser gucken, die Welt steht nicht mehr Kopf und das mit dem Köpfchen hochhalten funktioniert auch schon ganz prima.

Drei Minuten lang.

Dann passiert folgendes: Der doofe Kopf wird schwer. Erst wird dann gemeckert, dann gepustet und alles funktioniert nicht, um wieder zurück auf den Rücken zu flutschen. Was also tun? Es hilft lediglich ein aufgeregtes – „Bäh“. Papa rennt herbei, wendet den Winzling wie einen Pfannkuchen und schwupps – zurück auf Los. Eine Mikrosekunde Kraft gesammelt, geht es dann von vorn los, weil das Drehen so viel Spaß macht.

Ein befreundetes Päärchen erzählte uns schon bei unserem ersten Kind, es habe wochenlang sein Baby minütlich wieder wenden müssen, was unglaublich an den Nerven gezehrt habe. Vielen Dank für die Tipps. Unser Erstgeborener hatte zum Glück nach drei Tagen den Dreh raus. Ab dato ging es im Rollverfahren quer durch das Wohnzimmer. Spitze Kanten von Möbeln wurden mit formschönen schwarzen Koffern gepuffert oder anderweitig zugestellt. Das war lustig anzusehen und machte allen Beteiligten viel Spaß.

Der Zweitgeborene lässt sich nun seit ungefähr 10 Tagen alle paar Minuten wenden…

Foto: w.r.wagner  / pixelio.de

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Namensfindung für’s Baby in spe: Arbeitstitel Spiderman

Parents Room. Fathers Welcome. Foto (c) S.Thomas / Pixelio

Parents Room. Fathers Welcome. Foto (c) S. Thomas / Pixelio

Mit dem Namen für ein Kind, das man erwartet, ist es ja so eine Sache. Auf keinen Fall, so lautet es im Volksmund, erzählt man vor der Geburt, wie das Kind heißen soll. Das bringe Unglück. (Ich muss mich dringend mal informieren, wie das mit den Konventionen ist und was alles Glück oder Unglück bringt…) Nichtsdestotrotz braucht man ja zumindest eines: Einen Arbeitstitel. Und dieser lautet bei uns Spiderman oder kurz als Kosename Spidy.

Warum wir unseren Erdenbürger in spe so nennen? Wir können ihn ja schlecht als „das Embryo“ oder „das Kind“ bezeichnen. Spidy braucht Vorbereitung, ist bei Ultraschall-Untersuchungen zu sehen und hat eine Identität – nur noch keine finale Benamung. Außerdem ist der aus Film und Fernsehen bekannte Spiderman cool, berühmt, angesehen und die Arbeitstitel unserer Freunde gefielen uns nicht: Wotan zum Beispiel.

Was aktuell „in“ ist: Das findet man superschnell im Netz unter der URL beliebte-vornamen.de. Schrecklich. Alle mega-kurz, fast alle beginnen mit „L“. Leon, Lucas, Jonas, Luca.

Die schönsten Vorschläge aus dem Bekanntenkreis, der unseren neuen Lebensabschnitt mit Schmunzeln begleitet: Luzifer, Horst, Manni, Johannes und Rabanus. Danke sehr.

Wir nähern uns derweil langsam und tapsend einem unserer Favoriten an. Wer weiß, vielleicht nennen wir Spiderman intern bald schon neu – nach außen wird er weiter Spidy heißen. Derweil plage ich mich mit der nächsten Frage: Man will ja vorbereitet sein. Aber wann fängt man damit an? Wir haben uns im ersten Step zwei schicke Kinderwägelchen aus dem Bekanntenkreis gesichert. Wann kümmert man sich denn um ein Bettchen, Klamotten, was braucht man sonst noch? Und wie schnell bekommt man das Equipment zusammen? Ich bin verunsichert. Hoffe auf Hilfe und habe mir daher gerade das Buch Wickelpedia bestellt. Der Untertitel verspricht: „Alles, was man(n) über’s Vater werden wissen muss. Ich bin gespannt.

Meine Vorfreude ist derweil gestiegen. Ich habe zwar in den vergangenen 14 Tagen so viele Storys über die Zeit nach der Geburt wie noch nie in meinem Leben gehört – und da waren vor allem Warnungen dabei – aber das schockt mich noch nicht. Dafür wird’s zwar realer aber immer noch nicht konkret vorstellbar. „Wir“ sind schwanger, wir sind in der 18. Woche, wir sind auf Namenssuche. Leo wird es nicht werden. Spidy nur temporär. Aber es gibt Fortschritte. Die sehen unsere Bekannten naturgegeben von außen am Babybauch – und die sehen auch wir. Wir lesen, führen Gespräche und diskutieren über ungelegte Eier: Die Erziehung zum Beispiel. Uneins sind wir uns übrigens noch über einen möglichen zweiten Namen. Und Vorschläge sind an dieser Stelle herzlich willkommen. Aber bitte nicht Luzifer, oder so’n Kappes 🙂

Foto (c) S. Thomas / Pixelio

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Meer fahren

Der Tom kann sich offensichtlich noch an den Italien-Urlaub im vergangenen Jahr erinnern. Auf jeden Fall sagt er fast täglich „Meer fahren“ – zur Freude seiner Mutter.

Heute ist das Gespräch etwas ausführlicher gewesen – die Telegramme bekommen mehr Ausdruck.

Tom: „Meer fahren!“
Mama: „Und was willst du am Meer machen?“
Tom: „Sand spielen, Wasser gehen!“
Mama: „In diesem Jahr geht das nicht, vielleicht im nächsten Jahr. Im Sommer kommt unser Baby.“
Tom: „Baby weg!“

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