TagBickenbach

Mit Malen Welten schaffen

Die Kita Sonnenland in Bickenbach hat jetzt ein paar Stift mehr.

Die Kita Sonnenland in Bickenbach hat jetzt ein paar Stifte mehr.

Sicher, ich hätte, passend zu Jahreszeit, auch einen Sack voller Stifte in der Kita abgeben können. So war es aber eben „nur“ eine Papiertüte voller Bunt- und Wachsmalstifte von BIC.

Vor einigen Wochen habe ich bei einer Marketingaktion des französischen Stiftherstellers mitgemacht – und dabei tatsächlich einen hübschen Satz Stifte für die örtliche Kindertagesstäte gewonnen.

Malen ist eine ganz großartige Beschäftigung. Aus Sicht eines Erwachsenen, der das Malen nicht gerade zu seinem Hobby erkoren hat, ist es immer wieder faszinierend zu sehen, mit wie viel Konzentration und Akribie Kinder mit einem Satz Buntstifte und einem Blatt Papier Welten schaffen, die Fantasie und Wirklichkeit abbilden. Es ist gut, wenn wir die Kinder zu Hause dabei unterstützen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Und selbstverständlich ist gut, wenn die Institutionen, Kindertagesstätten und Schulen beispielsweise, hier auch entsprechende Räume schaffen.

In der Kita in unserem Dorf wird Kreativität ganz besonders gefördert: Danke, Kita Sonnenland und allen Erzieherinnen und dem einen Erzieher (es dürften ruhig ein paar mehr Männer am Start sein). Und danke BIC für diese kleine aber feine Aktion. Die Kinder haben sicher ihren Spaß beim Malen – und wir Eltern beim Betrachten der neu geschaffenen Welten.

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Das Boot ist gefahren

Einem Vorbericht sollte eine Berichterstattung folgen. Das Bachgassenfest in Bickenbach ist vergangen – und damit ist auch die Landbachregatta entschieden. Eine Vielzahl von selbstgebastelten Booten wurden ins Rennen geschickt. Es waren viele schöne Arbeiten dabei – und natürlich haben sich die Eltern auch eingebracht. Ist doch auch eine schöne Sache, wenn Eltern mit ihren Kindern anlassbezogen etwas basteln. Ich zumindest bastel viel zu selten mit den Kindern – da bin ich wahrscheinlich keine Ausnahme.

Großer Andrang bei der Landbachregatta

Großer Andrang bei der Landbachregatta

Wie erwartet hat Marc kein Boot mehr gebastelt – dafür hat er sich mit Ideen für Toms Boot eingebracht. So war das ganze am Ende eine Gemeinschaftsproduktion. Prämiert wurde sein Boot zwar nicht, aber bei der Verlosung in der Kategorie der 4- bis 5-Jährigen hat er den ersten Preis gewonnen. Das hat ihn schon stolz gemacht.

Ein Schiff namens Tom von Tom

Ein Schiff namens Tom von Tom

Überhaupt war das Bachgassenfest eine gelungene Veranstaltung, denke ich. Den Kindern hat es viel Spaß gemacht – vor allem Marc hat eigentlich das erste Mal so richtig Anteil genommen. Tom hat sich davon anstecken lassen. Und Nora: Sie war vom Karussell gar nicht mehr herunter zu bekommen. Währdend die Jungs in ihrem Alter geweint haben, als sie aufs Karussell durften, hat sie geweint, als sie wieder runter musste.

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Bootsbau für Anfänger

Es kündigt sich über Wochen, ja fast schon Monate an. Das Bickenbacher Volksfest, vulgo Bachgassenfest, findet Jahr für Jahr etwa zur gleichen Zeit statt. Zur Tradition des Festes gehört die Landbachregatta. Kinder unterschiedlichen Alters bauen mit mehr oder weniger Hilfe der Eltern oder Großeltern kleine Boote oder Flöße, die sich dann auf dem heimischen Gewässer bewähren müssen. Allerdings geht es nicht um Geschwindigkeit, allenfalls um bachtauglichkeit – und am Schluss bewertet eine Jury das Aussehen des Bootes. Kleine Preise werden auch ausgelobt.

Irgendwie haben wir den Termin immer im Hinterkopf – und doch denken allesamt zu spät daran. Jetzt ist mal wieder soweit. Was ist zu tun? Marc hat ziemlich schnell seine Entscheidung bekannt gegeben: „Ich mache da nicht mit!“ Kurze Zeit später, nach einem sehr kurzen Intervenieren meinerseits, hat er die Teilnahme noch offen gelassen. Wir unsererseits haben ihm aber auch gesagt, dass er nicht mitmachen muss. Wir sind nun gespannt.

Eine Idee schwirrt in unserer Köpfen herum. Es könnte eine überdimensionierte Nusschale werden. Welches Material wir verwenden sei hier noch verschwiegen – die Konkurrenz liest mit.

Eigentlich brauchen wir zwei Ideen – zum Glück ist Nora noch nicht so weit, dass sie ein eigenes Schiff benötigt. Ich schwanke noch zwischen Styropor und Holz. Einfallslos eigentlich. Die kreativen Ideen hat da doch eher meine Frau auf der Pfanne – und eigentlich auch das bessere Schaffenshändchen.

Jetzt bleiben uns noch wenige Tage Zeit. Gut, dass die Woche kurz ist. Ich merke: So langsam wird der Ehrgeiz größer – ob das den Kindern auch so geht? Ich glaube nicht. Vielleicht sollte auch einmal offiziell eine Regatta für „große Kinder“ stattfinden.

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Sport und Wort

Das hätte ich nicht gedacht, dass dieser Samstag vor Pfingsten noch einmal ein so großartiger Sporttag werden sollte. Die sportlichen Ereignisse waren nicht die einzigen an diesem Tag, die Überraschungen parat haben sollten.

Gehen wir aber einmal chronologisch vor. Leider hat der Tag aus sportlicher Sicht nicht sehr gut begonnen. Überraschend war, dass kurzfristig ein Freundschaftsspiel der G-Jugend der SKG Bickenbach gegen Blau-Gelb Darmstadt vereinbart wurde. Am Start waren vor allem Buben aus dem Jahrgang 04, ergänzt um zwei Jungs mit Geburtsjahr 2003 und einer aus dem Jahrgang 06. Es war also nicht die beste Mannschaft auf dem Platz. Nach einer 2:0-Führung musste Marc noch fünf Dinger durchlassen. Er hat es sportlich genommen, die gesamte Atmosphäre war sehr entspannt. Das war das Angenehme.

Am Abend warteten dann noch die Eishockey-WM und die Champions League. Beide Wettbewerbe haben sich überraschend gut entwickelt. So stand zuerst das Halbfinalspiel Deutschland-Russland im Eishockey auf dem Plan. Marc schaut gerne Sport. Eishockey haben wir eigentlich noch nie gesehen. Interessant ist, dass er die Logik des Fußballs auf das andere Spiel übertragen kann. Er hat die Spieler mehrfach zum Abspielen aufgefordert. Er hat im Fußball doch wirklich viel gelernt. Das Spiel wurde zwar verloren – aber Marc durfte das Spiel bis zum Schluss anschauen, während Tom schon selig schlummerte. Zum Champions-League-Finale sage ich jetzt mal nichts.

Aber für die größte Überraschung sorgte Marc während des Eishockey-Spiels. Da fragt er mich doch: „Papa, wenn ich anfange ein Wort auszusprechen, kann ich dann damit wieder aufhören?“ Ich: „???, wie meinst Du das?“ Marc: „Bei einem Wort mit drei Buchstaben wie Tom kann ich beim O aufhören. Was ist aber bei einem Wort mit zwei Buchstaben?“ Er hat das Ganze dann noch ein wenig ausgeführt. Mir war es dann doch ein wenig zu abstrakt. Also über dieses Problem habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, wirklich nicht.

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Mit Nora bei Xynthia

Der erste Frühjahrsspaziergang in Noras Leben hatte es gleich in sich. Xynthia hat sich während unserer kleinen Wanderung in der Bickenbacher Gemarkung immer stärker bemerkbar gemacht. Nach zwei Stunden war ich froh, dass ich wieder zu Hause war – und der Kinderwagen noch immer bei mir.

Als ich gegen 11 Uhr den Marsch begonnen hatte, war noch alles in Ordnung. Ich dachte mir, dass die große Runde rund um den Bickenbacher Erlensee gerade richtig sein sollte. Auf dem Weg begegnet man nicht gerade großen Naturschönheiten – am See selbst wirkt die Natur gerade so früh im Jahr sehr wild und eigensinnig.

Bevor man allerdings zu Fuß in der Wildnis ankommt, führt der Weg am Bahnhof von Bickenbach vorbei in das Gewerbegebiet westlich der Bahn. Das ist dann eher eine ätzende Gegend. Der dramatisch anmutende Himmel ist hier heute mit großem Abstand das attraktivste Element gewesen. Schon auf dem Fußgängerweg neben der Bickenbacher Umgehungsstraße zeigte sich, dass der Kinderwagen nur wenig meiner Schubkraft brauchte. Ein kleines Segel – und er wäre automatisch in die korrekte Richtung bewegt worden.

Von bickenbach

Den Höhepunkt der Hässlichkeit erreicht man an derAutobahnunterführung. Das Geläuf war dort zudem besonders tief. Dahinter dann öffnet sich der Weg über die Felder. Linkerhand wird Rasen gezüchtet, der beispielsweise auch als Rollrasen schon den Weg in die Commerzbank-Arena in Frankfurt schaffte.

Von bickenbach

Hinter eine Schranke geht es dann auf den Erlensee zu, einen ehmaligen Baggersee, der vom hiesigen Angelsportverein genutzt wird. Es gibt auch einen Familienstrand – Baden wird geduldet. Im Sommer räkeln sich FKK-Anhänger auf den übrigen Uferabschnitten.

Von bickenbach

Der Wind hat zu diesem Zeitpunkt schon ordentlich zugelegt, was die Wildheit der Gegend vor allem akustisch unterstützte. Die Geräusche in den Baumwipfeln waren infernalisch. Wenn sich der Wind legte, hörte man das nervöse Schreien der Wildgänse. Auf der Insel im See hat sich eine erkleckliche Population angesiedelt. Deren Kot ist dafür mitverantwortlich, dass das Algenwachstum in warmen Sommern dramatisch steigt. Dann wird regelmäßig empfohlen, das Baden besser zu lassen.

Vom Badestrand aus hat man einen schönen Blick auf den ersten Kamm des Odenwalds. Am Angelufer haben sich Fischfänger zum Arbeitseinsatz verabredet. Ob sie allerdings weit gekommen sind, wage ich zu bezweifeln. Einige spazierengehende Pärchen habe ich zudem getroffen.

Von bickenbach

Als meine Runde um den See beendet war, habe ich mich für einen alternativen Rückweg über das Feld entschieden. Dort ist der Wind dann schon so stark gewesen, dass Nora wach wurde und mich mit großen Augen angeschaut hat. Zum Glück konnte ich den Kinderwagen stabil am Boden halten.

Von bickenbach

Wieder im Dorf, wurde es wirklich langsam unangenehm. Meine Augen waren klein und rot – Haselpollen-Frontalangriff. Den Rest des Tages haben wir dann zu Hause verbracht. Den Nachbarn gingen Ziegel flöten. Ein Auto wurde von herabfallenden Ziegeln demoliert. Die Ortsdurchfaht von Bickenbach war gesperrt.

Das war ein wilder Tag mit Nora bei Xynthia. Das vergesse ich nicht.

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Von Ziegen und Ziegen

In unserer Familie fließt auch oberschlesisches Blut. Wenn man unterwegs ist und auf der Straße Leute reden hört, die zwischen einem „Ü“ und einem langen „IE“ nicht so recht unterscheiden können, dann könnte es sich um polnische Aussiedler handeln.

Meine Frau war mal wieder zu Fuß in Begleitung von acht Rädern in Bickenbach unterwegs. Wir haben da so unsere Runden. Sie hat sich für eine große Runde entschieden, um vor allem den Jungs ausreichend Bewegung zu verschaffen. Höhepunkte gibt es viele auf diesen Runden.

Ein Highlight ist der Bahnhof mit den meist durchfahrenden Zügen. Dort waren sie ganz zu Anfang. Wieder auf dem Weg Richtung Ortsmitte, sagte Tom: „Ich will zu die Ziegen!“ Da dachte meine Frau: „Bei den Zügen waren wir doch gerade!“ Kurz darauf fiel ihr ein, das Tom vielleicht oberschlesisches Blut in den Adern hat – aber noch lange nicht so reden muss. Er meinte natürlich echte Ziegen beim echten Bauern.

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