TagBickenbach

Fußgänger

In einer Großstadt wie Frankfurt fällt so etwas natürlich viel mehr auf als in einem Dorf wie Bickenbach. Allerdings ist in einer Großstadt auch viel gefährlicher. Es geht um das Überqueren von Straßen, obwohl Autos Vorfahrt und im Zweikampf mit den Fußgängern die besseren Karten haben.

Ein Ort für die Beobachtung von Lebensmüden ist die Straßenüberquerung am Bahnhofsvorplatz. Man kann es oft gar nicht glauben, dass es die Leute so eilig haben. Klar, einige von ihnen wollen einen Zug erwischen, der in Kürze losfährt. Das kann aber nur der verschwindend geringe Anteil von Menschen sein, die sich in lebensbedrohliche Situationen begeben.

Oftmal ist die Verkehrslage überschaubar, so dass auch nicht jeder, der bei Rot über Straße huscht, ernsthaft in Gefahr ist. 10% der Leute sind es aber sicher. Tatsache ist, das der Gewinn einer Lebensminute das Risiko des Lebensverlustes offenbar aufwiegt. Ich finde, dass es noch nicht einmal den Hinweis auf die Vorbildfunktion für Kinder bedarf. Es reicht doch schon, wenn man sein eigenes Leben schützt.

Richtig absurd wird es an dieser Stelle, da man auch den sicheren unterirdischen Weg wählen kann. Nun gut, auch da verliert man eine wichtige Minute seines Lebens. Aber einigermaßen ungefährlich ist der Umweg dennoch. Ich finde, dass das für die mobilen Menschen von heute eine gute Alternative darstellt. Sie müssen nicht stehen und warten – der Inbegriff der Sinnlosigkeit des irdischen Daseins. Sie dürfen unterwegs sein und das Gefühl haben, dass sie Teil der Dynamik der Zeit sind.

Manche von den Rastlosen ärgern sich dann wenige Minuten später, wenn der Zug später ankommt als vorgesehen. Dort manifestiert sich dann die Abhängigkeit von Umständen. Das Leben ist halt doch sinnlos – das ist die bittere Erkenntnis. Wer schon vorher wohlwollend mit seinem Leben umgeht, kommt um diese Erfahrung herum.

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Sieg im dritten Anlauf

So richtig überzeugt war ich von der Qualität des Schiffes nicht, wenn auch das Feedback den ganzen Tag über ganz gut war.

Von passionpapa.de

Marc hat tatsächlich die Landbach-Regatta beim Bickenbacher Volksfest gewonnen. Gewinner gibt es in zwei Kategorien und vier Altersklassen: Einmal werden die hübschesten Boote ausgezeichnet, wobei erkennbar sein soll, dass die Kinder auch wirklich selbst Hand angelegt haben. Dann werden noch Gewinne ausgelost – unter allen Schiffen, die das Ziel erreichen. Also um Geschwindigkeit geht es nicht.

Von passionpapa.de

Da hätte Marcs Boot auch keine Chance gehabt. Das Segel hat nämlich manchmal so günstig gestanden, dass das Schiff gegen die Strömung in die falsche Richtung fuhr. Entsprechend lang war es dann auch unterwegs.

Von passionpapa.de

Erster Preis ist der Playmobil Hühnerstall (4492) gewesen. (Beim Zusammenbauen fragte meine Frau übrigens: „Was sind denn die weißen Dinger?“)

Für den Marc war es ein erfolgreicher Tag – und Papa hat sich dann auch gefreut. Mal sehen, was nächstes Jahr drin ist, wenn auch der Tom mit seinem eigenen Boot an den Start geht.

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Pflaster, Fully, Fotos

Das war ein ereignisreicher Feiertag. Angefangen hat alles damit, dass ich endlich das Rundpflaster von Obi in unseren Vorgarten gelegt habe. Mit dem Klopfen habe ich mich zurück gehalten, schließlich ist ja Feiertag. Aber ein Nachbar älteren Semesters hat sich schon lobend geäußert. Ich habe erklärt, dass in dem Vorgarten noch einiges passieren muss. Mit einem Augenzwinkern hat sich angeboten, die Endabnahme zu machen. Eine Foto reiche ich in den kommenden Tagen nach.

Danach habe ich mich mit Fotos beschäftigt, eines in einen Rahmen gepackt und einige mehr in Passepartouts geklebt. Es ist unglaublich, um wie viel besser ein Foto wirkt, wenn es in einem Passepartout präsentiert wird. Demnächst kommen noch einige im Netz georderte Rahmen, in die die Fotos dann hinein kommen – und dann ab an die Wand.

Schließlich habe ich mein Fully aus der Garage geholt, die Reifen aufgepumpt, den Helm aufgesetzt und meine erste Radtour seit gut einem Jahr gestartet. Das war schon ein ordentlicher Test für mein im Dezember operiertes Knie. Gestartet bin ich in Bickenbach. Erstes Zwischenziel war der Erlensee, dann ging es durch das Pfungstädter Moor zum Pfungstädter Schwimmbad (Radweg 17 im Landkreis Darmstadt-Dieburg). Über Eberstadt Süd 3, dort bin ich groß geworden, bin ich nach Malchen gefahren und habe dann den Blütenweg erreicht. Ich war sehr lange nicht mehr dort – und wusste gar nicht mehr, wie wunderschön dieser Weg oberhalb des Rheingrabens ist. Gerade jetzt. Ich kann jedem nur empfehlen, den Weg (gelbes B auf braunem Grund) von Malchen nach Seeheim abzufahren (mittelschwer) oder auch abzulaufen. Das ist wirklich ein außerordentlicher Genuss. Das gilt auch für den Abstecher bei der Eisdiele Natale, wo es leicht fällt, die Kalorien, die man während des Ausritts verloren hat, wieder draufzupacken. Noch eine besonders nachdrücklich Empfehlung. Meinem Knie geht es noch gut. Kleinere Aufgaben sind noch zu erldeigen – und dann geht es entspannt ins Bett und morgen auf den Bürostuhl.

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