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Die Sache mit dem Entscheiden

Eine der ganz wichtigen Dinge, die ein Mensch auf seinem Lebensweg lernen muss, ist es, Entscheidungen zu treffen. Die hohe Kunst ist es, richtige Entscheidungen zu treffen. Täglich hat der Mensch die Chance, seine Fertigkeiten zu trainieren, sich in diesem Punkt zu verbessern. Die Nach-Entscheidungs-Dissonanz ist ein dauerhafter Begleiter durch Leben. Sie macht es einerseits schwer, andererseits aber auch erst möglich, Entscheidungen zu hinterfragen und beim nächsten Mal vielleicht noch richtiger zu entscheiden.

Wann aber entscheidet der Mensch sich zum ersten Mal für irgendwas? Beim Entscheiden handelt es sich um einen kognitiven Vorgang. Intuition und Bedürfnisbefriedigung sind anders geartet.

Kinder bekommen schon früh mit, wie es ist, wenn sich jemand entscheidet. Die ersten Entscheider im Umfeld der Kinder sind natürlich die Eltern. Zum Leidwesen der Kinder sind die Eltern vor allem auch Bestimmer – aber das ist noch eine andere Geschichte.

Am vergangenen Samstag gab es dann endlich mal so etwas Richtiges für Marc zu entscheiden. Er wollte sich von seinem eigenen Geld ein Fahrrad kaufen. Zwei Geschäfte haben wir hierfür aufgesucht. Das hat tatsächlich gereicht. Und im zweiten Geschäft sollte dann auch die Entscheidung fallen. Das Rad stand in voller Pracht vor Marc. Er war nachdenklich. Ganz sicher war er sich nicht. Das ist auch völlig in Ordnung. Und dann kam ein Satz, der mir wieder einmal schön den Spiegel vorgehalten hat. Ein Satz, der viel über das eigene Entscheidungsverhalten oder das anderer enger Verwandter sagt. „Ich muss mir das gut überlegen. Ein Fahrrad kaufen ist ja schließlich eine Entscheidung fürs Leben.“ Sehr schwermütig das Ganze. Ich habe ihm gesagt, dass es nicht ganz so schlimm ist, er ja noch wachse, und es schließlich noch größere und damit später besser passende Räder gibt.

Aber so schwer wie es geklungen hat, war es schließlich doch nicht. Es war halt doch eher ein Satz von Mama und Papa. Die Entscheidung fiel rasch – und war zudem auch noch richtig. Glaube ich, oder vielleicht doch nicht? 😉

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Aldi-Dialog 1

Samstag ist natürlich immer großer Einkauf-Tag. Zu einer unmöglichen Zeit – gegen Mittag, es war die Hölle los – waren Marc und ich dann auch Schlangensteher in einem Aldi-Markt.

Als wie die Kasse passiert hatten, stellte sich Marc kurz vor das Display mit den Prospekten. Zielsicher griff er eines davon heraus und warf es, ohne es irgendwie weiter zu betrachten, in den Einkaufswagen. Wenige Sekunden später fragte er ganz ernst: „Du, Papa, warum sind die Zeitschriften hier immer so billig?“

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Moderne Raubritter

Vor wenigen Wochen hat der größte Betreiber von Parkhäusern in Darmstadt, das niederländische Unternehmen Q-Park, sein neues Preismodell der Öffentlichkeit präsentiert. Eigentlich sollte es in Zusammenarbeit mit der Stadtmarketing-Gesellschaft darum gehen, das Einkaufen in der City attraktiver zu machen, das Parken ergo günstiger. Das Gegenteil ist nun der Fall.

Nun muss man nämlich für jede angefangene Dreiviertelstunde 1,50 Euro statt vorher 1,70 Euro für jede angefangene Stunde zahlen. Wir haben jetzt erstmals das moderne Raubrittertum zu spüren bekommen. Die ganze Familie war in der Stadt inklusive Kinderwagen. Gleich zwei Dinge haben mich zornig gemacht: Erstens mussten wir für 1 Stunde 37 Minuten 4,50 Euro bezahlen. Beim alten Preismodell wären es 3,40 Euro gewesen. Zudem hat Q-Park zwecks Parkraum-Optimierung die Fußgängerwege drastisch verringert, so dass wir mit dem Kinderwagen auf die Fahrbahn ausweichen mussten. Totaler Schwachsinn.

Also: Uns wird die City nur noch bei bestem Wetter sehen, wenn wir einen Parkplatz oberirdisch ergattern können. Wir weichen dann lieber auf kleinere Städte aus. Andere werden nach ähnlichen Erfahrungen Orte wie das Loop5 in Weiterstadt vorziehen.

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Der Countdown hat begonnen

Ich habe mich heute mit meinem ledierten Knie zum Einkaufen geschleppt. Die Nächte werden unruhiger. Irgendetwas tut sich da.

Einkaufen: Ich habe mal wieder ein paar Windeln besorgt. Das ist bei uns jetzt nicht wirklich etwas Neues. Wieder einmal neu ist es aber, dass ich bei den Pampers zur Größe 1 für Kinder von 2  bis 5 Kilogramm gegriffen habe. Das macht man wirklich selten in seinem Leben. 27 Windeln sind in dem Kinderschuhkarton großen Päckchen drin. Die Spannung steigt, auch die Anspannung. Wie lange wird es wohl noch dauern? Der Countdown läuft.

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Erholt Euch!

Einer der am nettesten gemeinten Wünsche vor dem Wochenende: Erholt Euch ein bisschen! Wie gesagt: Gut gemeint und wirklich nett, nur steht dem die Realität häufig entgegen.

Wir sind ja alle froh, dass der Frühling nun endlich da ist. Aber: Je mehr Frühling, desto mehr Heuschnupfen. Zum Glück ist in unserem Haushalt nur die Elterngeneration betroffen – hoffentlich bleibt das so. Auf jeden Fall war es echt übel an diesen zwei Wochenendtagen.

Verschlimmert werden die Effekte noch, wenn man vom schönen Wetter getrieben Gartenarbeit verrichtet. Mit einem Kettensägen-Kumpel sind wir unserer Korkenzieher-Weide zu Leibe gerückt. Erfolgreich – jetzt liegt der ganze Garten voll mit Grünabfall. Das riecht nach noch mehr Arbeit. Auf jeden Fall haben wir ordentlich Pollen aufgewirbelt. Des Rest des Tages war quasi gelaufen. Mutig haben wir am Nachmittag noch die Wiesbadener Innenstadt geentert. Bis zum H&M haben wir es geschafft, der Papa hat Klamotten gekauft und dann haben wir auch wieder mit tränenden Augen und triefenden Nasen das Weite gesucht.

Richtig übel wurde es erst heute: Der Tag begann mit einem Paukenschlag. Tom ist mit seinem Gesicht gegen eine Stufenkante gerasselt. Das Ergebnis: Vier lockere Schneidezähne und einMund voller Blut. Das ist wirklich keine schöne Sache. Ärztlichen Notdiensten sei dank, konnten wir uns nach fachmännischem Blick auf die Bescherung wiederetwas entspannen. Bei positivem Verlauf dürften die Zähne wieder festwachsen. Bei Milchzähnen ist das so – so ein Glück. Beobachten müssen wir den kleinen Mann trotzdem.

Morgen geht es dann wieder total entspannt und erholt zur Arbeit.

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