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Telegramm

Mein Sohn hat mir heute ein Telegramm geschickt. Verbal. Am Frühstückstisch. Er ist noch keine 2,5 Jahre alt, auch mit dem Sprechen läuft es noch nicht so rund. Wenn es aber darum geht, Unruhe an den Tisch zu bringen, ist er ganz groß. Auch weiß er ganz genau, was Papa oder Mama ihm auf das Brot schmieren sollen. Und da geht meistens das Gefuchtel los.

Damit dieses nicht in Überschwemmungen und/oder mit herunterfallenden Tellern endet, muss man ihn leider manchmal zur Räson bringen, verbal und bestimmt. Heute war es mal wieder so weit, und Tom überraschte alle mit einem Drei-Wort-Satz, einem Telegramm an Papa: „Papa, doof, raus!“

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Papa kocht

Es kommt ja nicht so oft vor, dass Papa kocht. Manchmal vor Wut und gelegentlich auch in der Küche. Der Nachwuchs wird dann in der Regel skeptisch.

Während es zu Jubelstürmen kommt, wenn Papa und nicht Mama den Wagen steuert (was übrigens völlig unbegründet ist), ist Vorsicht geboten, wenn Papa den Kochlöffel schwingt und das Messer führt.

Heute habe ich mich wieder einmal einem Risotto versucht – mit Erbsen und viel Parmesan. Marc hat früh angekündigt, dass er nichts essen wird, selbst wenn er dann auch auf den Nachtisch verzichten muss.

Mit sorgenvollem Ton konnte ich ihn nur wenig später hören, als er sich vertrauensvoll an Mama wandte. Seine Furcht muss groß gewesen sein. Originalton: „Wenn ich das essen muss, was der Papa kocht, dann muss ich brechen.“

Am Ende hat es dann doch allen geschmeckt – so ein Glück.

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