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Ein Tag in der Lochmühle

img_9119_bZu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisher noch nie in dem Freizeitpark Lochmühle bei Wehrheim im Taunus gewesen bin – weder als Vater noch als Kind. Dabei habe ich kürzlich erfahren, dass meine Eltern mit meinen Neffen tatsächlich dort gewesen sind – lange nach meiner Kindheit (auf die Idee hätte also mein Vater auch schonmal früher kommen können).

Nun gut, nun haben wir mit unseren Nachbarn (ebenfalls drei Kinder) andlich einen ganzen Tag in der Lochmühle verbracht – und es war großartig. Zu spät haben wir daran gedacht, einen der zahlreichen Grillplätze zu buchen (es heißt, man sollte sich vier Wochen vorher darum kümmern). So haben wir uns eben mit einem Picknick auf der großen Spiel- und Liegewiese am hinteren Ende des Parks begnügt.

Die Lochmühle ist ein Freizeitpark der älteren Generation – die Fahrgeschäfte sind eher für kleinere Kinder gedacht und für Freizeitparkprofis wahrscheinlich eher unspektakulär. Am heftigsten geht es auf der Eichhörnchenbahn zu, gefolgt von der Wellenbahn und dem Bootkatapult. Die Eichhörnchenbahn ist eine Achterbahn, mit ordentlicher Steilkurve. Tom wollte unbedingt mit mir eine Runde drehen. Seine Begeisterung hat sich aber in Grenzen gehalten – war dann doch ein wenig zu spektakulär für ihn.

Während Marc mit den großen Mädchen der Nachbarn durch den Park zog, haben Tom und ich mehrere Runden Minigolf gespielt. Minigolf und Italien stehen für ihn in direktem Zusammenhang, nachdem wir im vergangenen Jahr auf dem Campingplatz einen völlig runtergekommenen und abgeranzten Minigolfplatz hatten – er hat ihn trotzdem geliebt. Manchmal fragt er, ob wir nicht wieder nach Italien fahren könnten – zum Minigolfspielen.

Nora hatte abseits aller Animationsangebote ihren Spaß mit den Großen – Kindern wie Erwachsenen. Die Ansprüche steigen bei den Kleinen zu Glück nur ganz langsam.

Der Freizeitpark Lochmühle ist ein echter Ausflugstipp für alle Leute aus Rhein-Main. Meiner Ansicht nach stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Kinder größer als 90 und kleiner als 120 Zentimeter zahlen 10,50 Euro, kleinere Kinder kommen kostenlos herein. Ab 120 Zentimetern werden 12 Euro fällig (Stand Sommer 2011). Alle Attraktionen – außer dem Ponyreiten – sind inklusive.

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Ein Tag in Heidelberg

Die freien Tage nach Ostern waren für mich echte Familien-Qualitätszeit. Wir haben die Tage mit einer Mischung aus Spielen im Garten, Eisessen und Ausflügen gefüllt.

Höhepunkt war mit Sicherheit unser Ausflug nach Heidelberg. In der Vergangenheit waren wir schön häufiger im Heidelberger Tiergarten. Der Zoo im Neuenheimer Feld, nahe beim Neckar, ist ein sehr schönes Ausflugsziel. Ganz wichtig: Die Robbenfütterung darf man auf keinen Fall verpassen. Aber Heidelberg hat nicht nur Erwachsenen noch viel mehr zu bieten.

Hauptziel war dieses Mal der Freizeitpark Märchenparadies auf dem Königstuhl. Normalerweise sind wir nicht die wahren Freizeitparktypen. Meistens sind wir zu knausrig, um die Vergnügungen zu finanzieren. In dem Märchenpark ist allerdings die Mischung so gelungen, dass man auch bereit ist, die eine oder andere Wertmünze (im Gegenwert von 50 Cent) in die Automaten zu werfen. Die Märchenhäuser sind nett gestaltet. Die Auswahl der Märchen ist gut, die Dauer der Erzählung an den einzelnen Stationen ist auch genau richtig. Wir haben auf jeden Fall Lust bekommen, uns intensiver mit Märchen auseinanderzusetzen – sie standen bei uns bisher auf der Agenda nicht ganz oben.

Es gibt einige kleinere Fahrmöglichkeiten. Der Spielplatz ist sehr schön, vor allem auch die große Hüpfmatte. Es gibt auch ein Kletterhaus, wie man es von Indoor-Spielplätzen kennt. Ansonsten können die Kinder Boote in einem kleinen Bassin fernsteuern oder mit Wasserkanonen Bälle durch ein Labyrinth treiben. Ausreichend Sitzgelegenheiten zum Picknicken gibt es auch. Die Eintrittspreise sind moderat. Kinder zwischen 2 und 12 Jahren zahlen 3 Euro, Erwachsene 2 Euro. Während der Schulferien in Baden-Württemberg ist jeweils ein Euro mehr fällig.

Parkmöglichkeiten sind im Prinzip ausreichend vorhanden – und das Parken ist kostenlos. Daher haben wir uns auch dazu entschlossen, das Auto auf dem Königstuhl stehen zu lassen und mit der genialen Bergbahn runter- und wieder raufzufahren. Wir haben für das Familienticket 22 Euro gezahlt (Tal- und Bergfahrt). Kinder unter 6 Jahren zahlen noch nichts. Der Ausblick während der Fahrt ist großartig.

Das Schloss haben wir diesmal ausgespart. Wir sind durch die wunderbare Altstadt von Heidelberg geschlendert und haben in der öffentlichen Mensa der Uni im alten Marstall gegessen. Das ist gerade mit Kindern eine sehr empfehlenswerte Adresse. Zum Abschluss gab es natürlich noch ein Eis für alle.

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