TagGabel

Spitze Gegenstände

Alles was gefährlich ist – so scheint es – übt bei Zweijährigen eine unglaubliche Faszination aus. Das beginnt beim Backofen, den man ja probiert anzufassen, obwohl es verboten ist. Und es geht weiter über jegliche Form von Messern. Küchenmesser, Brotmesser, Heckenschere, Rasierklingen, Apfelschälmaschine. Überall dort, wo der Gegenstand spitz wird, da leuchten die Augen und es heißt: „Einmal die Schere haben!“

Messer, Gabel, Schere, Licht... Foto: segovax / Pixelio.de

Messer, Gabel, Schere, Licht... Foto: segovax / Pixelio.de

Aber was ruft diese Begeisterung hervor? Längst legen wir zum Mittagessen ein Kindermesser dazu, damit der Kleine selbst sein Fleisch schneiden kann. Das „Verbotene“ kann es also nicht sein. Gewiss – einige Dinge sind tabu. Etwa der Handrasierer oder das scharfe Fleischmesser. Und dennoch: Gibt es auf dem Balkon zwei Plastik-Schüppchen und eine spitze Metallschaufel für die Balkonblumen, so können wir sicher sein, dass letztere zum Objekt der Begierde avanciert.

Scheren sind ein Riesenthema. Und Bügeleisen – aktuell noch genannt „Gügeleisen“. Wer dies kurz haben darf, muss von unendlichem Glück beseelt sein. Allein: Wenn die Schere dann einmal bei der Pediküre zum Einsatz kommt, dann ist der Coolness-Faktor doch ganz schnell dahin. Und vor dem Thema Kerze, da herrscht dankenswerterweise noch eine gehörige Portion Respekt.

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Frühzahner

Das Rätsel ist gelüftet – dank Zahnärztin und Röntgenstrahlen. Marc ist ein Frühzahner (was es nicht alles gibt). Nun ist unklar, ob der Zahn tatsächlich von der Kuchengabel herausgehebelt wurde oder nicht doch schon vorher locker war. Eins steht jetzt zumindest fest: nämlich, dass der Zahn nicht mehr fest wird.

Marc ist noch keine fünf Jahre alt – und wird doch schon mit einer Zahnlücke herumlaufen müssen. Die sowieso schon gut erledigte Zahnpflege wird dann noch intensiviert werden müssen. Schließlich soll aus dem Frühzahner kein Frühdrittzahner werden.

Tatsächlich gibt es wohl einen Zusammenhang zwischen dem frühen Auftauchen von Milchzähnen und dem Herausfallen derselben. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, ging das bei Marc auch schon im dritten oder vierten Lebensmonat mit dem Speicheln und Zahnen los.

Bei Tom ist das ganz anders. Er hat erst spät mit dem Ausfahren der Milchzähne begonnen. Bei ihm besteht leider die Gefahr, dass er Teile seines Gebisses auf gewaltsame, selbstverschuldete Weise verliert. Vor einigen Wochen hat es sich die vier Schneidezähne im Unterkiefer an einer Treppe lose gehauen. Wie bereits erwähnt sind sie wieder fest. Aber weitere harte Angriffe auf das Gebiss könnten nicht ganz so glimpflich ablaufen. Also Tom, beim Stürzen Hände nach vorn und nicht den Mund!

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Wackelzahn

Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die einen ganz besonders stark beschäftigen. Diesmal ist es ein kleiner Schneidezahn von Marc.

Marc ist noch viel zu jung für den zweiten Satz Zähne. Am Nachschub liegt es also nicht, dass sein Zahn wackelt. Die Ursache ist ungewöhnlich – und dafür umso ärgerlicher.

Es ist beim Kuchenessen passiert – nein, es war kein Kirschkern im Spiel. Er hat schlicht und ergreifend ein Stück Kuchen auf die Gabel gestochen und dann in den Mund geführt. Dabei hat sich ein Zinken in eine Zahnlücke verirrt. Das wiederum hat ihn verwirrt und dann dürfte er die Gabel gedreht und damit den Zahn angehebelt haben. Jetzt sitzt der Zahn locker.

Vor wenigen Wochen hat sich unser kleiner Sohn beim Sturz auf eine Treppenkante die vier unteren Schndeidezähne lose gehauen – er hat übel aus dem Mund geblutet, das war nicht so leicht zu ertragen. Der Zahnarzt (Notdienst) hat gesagt, dass die Chancen gut sind, dass die Zähne wieder fest werden, da die Milchzähne nicht im Kiefer verwurzelt sind, sondern vom Zahnfleisch gehalten werden. So kam es denn glücklicherweise auch – hat etwa eine Woche gedauert. Weiche Nahrung hat geholfen. Die betroffenen Zähne können wohl absterben und schwarz werden – das beobachten wir im Moment noch nicht.

Bei Marc hoffen wir nun auch auf einen glimpflichen Ausgang. Nur ist es viel schwerer, ihn vor zu harter Nahrung zu bewahren. Vielleicht muss doch noch ein Zahnarzt befragt werden, um den Zahn zu retten. Vielleicht kann man zum Schutz eine Art Schiene draufschnallen.

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