TagGesundheit

Die große Gefahr

Mit Säuglingen haben wir jetzt schon Erfahrung. Es gibt Dinge, die kehren immer wieder. Beim ersten Kind schaut man bei jedem komischen Geräusch, den das Kleine von sich gibt, in den Stubenwagen. Heute sind wir da sehr entspannt. Alles Grunzen, Röcheln, Knöttern bringt einen kaum aus der Ruhe. An viele Sachen erinnert man sich aber erst, wenn es wieder soweit ist und man die Realität mit den Erinnerungen abgleicht.

Rund um die Geburt eines Kindes in unserem Haushalt wiederholt sich aber auch etwas anderes. Der Papa als größtes vorstellbares Weichei hat meist vor der Geburt irgendwelche gesundheitlichen Probleme. Sind die eingermaßen im Griff, dann will das Baby raus. Wenige Wochen nach der Geburt ereilt den Stammsältesten dann ein Infekt – hier Schnupfen und beginnender Husten. Dann wird Papa zur größten Gefahr für die Gesundheit des Säuglings.

Ich halte mich nun also von den Kindern fern, wobei Marc und Tom auch latent verschnupft sind. Wir hoffen natürlich, dass vor allem Nora diese Phase und den ersten Virenbeschuss unbeschadet übersteht.

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Spätvorstellung

Wenn Du denkst, der Tag ist eigentlich gelaufen, dann kommt es gerne einmal anders.

Wenn die Kinder im Bett liegen, dann haben die Eltern Zeit für sich, gemeinsam oder allein. Im Normalfall hält alles still und die Nachtruhe kann kommen.

Heute Abend war der Tom recht schnell ins Reich der Träume abgetaucht, beim Marc hat das länger gedauert. Irgendwie quälte ihn mal wieder ein Reizhusten. Er hat eigentlich Schnupfen – wenn er liegt dann läuft einiges in den Rachen hinein (weitere Details spar‘ ich mir).

Ich saß zu der Zeit in meinem Arbeitszimmer am Computer. Seine letzte Frage war: „Wer hat mich eigentlich angesteckt?“ Ich weiß es einfach nicht – so setzt er sein Gehuste fort. Nach einer Stunde hat es mich dann auch genervt und bin nach unten gegangen. Ein Kontrollblick zeigte mir: Er hustet im Schlaf. Okay, dann ist das eben so.

Meine Frau hat es auch genervt – und sie ist aktiv geworden. Sie hat da so eine Art Zaubertee, mit Thymian und anderen Ingredentien. Hilft massiv gegen Reizhusten – kommt aber in der Regel bei den Jungs nicht so gut an.

Mutig ist sie nach oben – und die Abendvorstellung konnte beginnen. Der Marc – halb im Schlaf – wurde zum Trinken genötigt. So ganz wach war er nicht. Was ihn nicht davon abhalten konnte „Du meine Güte, Du meine Güte, Du meine Güte“ zu rufen, während er das Wundermittel eingeflößt bekam. Das ging nicht ohne Lärm….

Plötzlich saß auch der Tom in seinem Bett und rief: „Oh, nein! Oh, nein! Oh, nein! Oh, nein! Oh, nein!“ So ging das dann einige Minuten im Wechsel, bis meine Frau von Marc abließ und Tom in seinem Bett in sich zusammensackte. Als der Unruhestifter wieder unten war, herrschte Ruhe. Von Husten war keine Spur mehr. Die bösen Geister waren vertrieben und alle trugen ihren Teil dazu bei.

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Ausgang

Es ist ja doch immer wieder ganz nett, wenn man abends auch noch etwas unternehmen kann. Leider ist man nicht immer bereit, einen Babysitter zu organisieren. Manchmal ist aber auch nur noch einer in der Familie in der Lage, länger als bis 23 Uhr wach zu bleiben. So war es leider auch diesmal.

Ein Event, das mich auch unter schwierigsten Umständen immer wieder hinter dem nicht vorhandenen Ofen hervorlockt, ist ein Konzert meiner Leibkombo B-Sides. Gestern gastierten die drei Jungs in der Linie 9 in Griesheim. Sie haben wieder einmal die Bude gerockt und für 2,5 Stunden ausgelassene Stimmung gesorgt. Das war auf jeden Fall genau das Richtige, um den Alltag hinter sich zu lassen.

Allerdings hat mich dieser auch sehr schnell wieder eingeholt. Gerade als ich zur Haustür hereingekommen war, hörte ich Action von oben: Der Große kämpfte mit heftigen Magen-Sperenzien, die eine Komplettwäsche und ein Umbetten nach sich zogen. Schließlich lag er bei mir auf der Matratze, war wieder wie neu – aber eben auch umtriebig. So blieb mir ein Streifen von 30 Zentimetern, um meinen nächtlichen Bewegungsdrang auszuleben. In meinen Ohren rauschte es tüchtig – und ich hatte viel Zeit, mir das anzuhören.

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