TagHessenpark

Demografischer Wandel im Hessenpark

Konntet ihr gestern auch diesen großartigen, weil sonnigen und warmen, Oktobertag gemeinsam mit eurer Familie genießen? Ich war einer der Glücklichen, denen diese Ehre zuteil wurde. Da habe ich doch wirklich die richtigen Tage für meinen Urlaub erwischt.

Die Windmühle im Hessenpark

Die Windmühle im Hessenpark

Es war ja absehbar, dass dieser Tag wettermäßig günstig werden würde. Eigentlich hatten wir uns mittelfristig schon auf einen Indoor-Tag eingestellt. Aber kurzfristig, mit dieser Wettervorhersage, haben wir uns umentschieden. Obwohl wir erst vor wenigen Wochen im Hessenpark gewesen sind, fiel unsere Wahl erneut darauf. In den Ferien gibt es dort neben den „normalen“ Handwerkervorführungen auch noch spezielle Aktionen für Kinder. Dieses Mal drehte sich alles rund um das Thema Papier.

So haben Nora und Tom Papierperlen gebastelt, während Marc und ich eine Weile in der Schmiede verbrachten, wo ein Schmied seiner Arbeit nachging. Die Bastel-Ergebnisse können sich sehen lassen. Es handelt sich hier um eine einfache Methode, hübschen und kostengünstigen Schmuck für den Eigengebracuh zu fertigen. Im Rahmen der Aktion im Hessenpark durfte jedes Kind drei solcher Perlen produzieren. Aufgefädelt an einem Wollfaden, ergibt das schon einen feinen Schmuck.

In einigen der Gebäude sind auch Ausstellungen untergebracht. Ausstellungen bieten unglaublich viel Gesprächsanlässe mit den Kindern. Es sind immer Fragen da, die nach Antworten trachten. Die Ausstellung mit den alten Fotoapparaten und dem Schwerpunkt Sofortbildkameras auf dem Marktplatz – und damit einem Bereich, für den noch kein Eintritt fällig wird, – ist selbstverständlich ganz nach dem Geschmack von Papa. Die Ausstellung mit den Exponaten herausragender Leica-Fotografen hatte gestern leider nicht geöffnet. Vielleicht beim nächsten Mal.

Sehr ausführlich war das Gespräch mit Marc nach dem Besuch der Sonderausstellung „Alt und Jung – Vom Älterwerden in Geschichte und Zukunft“ in der Stallscheune aus Asterode. Eine Armade von Playmobil-Männchen zeigt dort unter anderem anschaulich, was demografischer Wandel für unsere Gesellschaft bedeutet. Ich habe ein paar erklärende Worte dazu verloren und plötzlich kam Marc auf die Idee, den Mangel an Menschen im mittleren Alter mit Hilfe von Klonen auszugleichen. „Warum ist das Klonen bei uns eigentlich verboten?“, ist eine seiner Fragen. Ich habe auf die moralischen Bedenken hingewiesen – was er auch eingesehen hat. Zwischenzeitlich war sein Vorschlag, die Klone einfach nur bis zum Alter von 40 Jahren leben zu lassen. Hier habe ich meine und die berechtigten Bedenken der Gesellschaft noch deutlicher dargestellt. Und auch hier zeigte Marc, dass er das Ganze sehr gut nachvollziehen kann. Das mit den „echten“ Menschen“ und den „geklonten“ Menschen, also mit zwei Gruppen von Menschen, ist vom Tisch.

Ein Geist in der Windmühle.

Ein Geist in der Windmühle.

Als das Thema einigermaßen abgeschlossen war – ich bin gespannt, wann es ein weiteres Mal auf der Tagesordnung landet -, ging es noch in die Puppenmacherwerkstatt und die gut erhaltene Windmühle, die ihren Ursprung allerdings nicht in Hessen hat. Zum Abschluss, am Ende eines ordentlichen Fußmarsches, haben wir vom Hessenpark eigenen Postamt aus noch eine Karte mit Hessenpark eigenem Stempel an Freunde in Frankreich geschickt. Die ersten haben da schon sitzend zugeschaut, wie andere arbeiten.

Ein guter Tag, mit allem drum und dran.

Blick auf den Traktor

Blick auf den Traktor – die anderen arbeiten lassen.

 

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Mit Herrn Nilsson unterwegs

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter unserer Familie. Zudem ein sehr gelungenes. Antreiber war ein gewisser Herr Nilsson.

Herr Nilsson ist das Klassenkuscheltier von Tom. Am Freitag kam er schon jubelnd und über beide Backen grinsend auf mich zugestürmt, weil er für dieses Wochenende das große Los gezogen hatte, Herrn Nilsson heim nehmen zu dürfen. Die Aufgabe: Herr Nilsson soll in einem Buch über die Ereignisse des Wochenendes berichten, mit Fotos, als Beweis angereichert, versteht sich.

Einige Ereignisse waren vom Terminkalender vorgegeben, andere wurden geschaffen. Der Freitag startete mit dem Hortfest. Da war ich nicht dabei, im Gegensatz zu Herrn Nilsson. Das muss aber eine sehr gelungene Veranstaltung gewesen sein. Tom ist seit wenigen Wochen im Hort. Und er ist total begeistert, wie auch immer noch von der Schule. Das darf ruhig so bleiben. Der Abschluss des Festes war nicht ganz so erfreulich. Einige Kinder haben ein Wespennest aus einem Baum entfernt und die Insekten dadurch nicht gerade milde gestimmt. Es gab einige Stich, aber insgesamt ging es noch glimpflich aus. Einen gewissen Lerneffekt wird diese Aktion dann auch gehabt haben. Das ist zumindest zu hoffen.

Herr Nilsson im Kino

Herr Nilsson im Kino.

Am Samstag gab es einen Bücherflohmarkt im Bickenbacher Weltladen, auch hier war Herr Nilsson dabei. Am Nachmittag ging es dann ins Kino. Tom hat am Vormittag gefragt, ob wir ins Kino gehen könnten. Er kam nur darauf, weil Herr Nilsson da war. Das glaube ich zumindest. Tatsache ist, dass das Wochenende wegen des Fußballs immer ziemlich auf Marc zentriert ist. Da ist es auch wichtig, den Wünschen und Bedürfnissen der anderen beiden gerecht zu werden, und so habe ich mich überzeugen lassen. Die Wahl fiel auf „Planes“. Mein Fazit, und auch das der Kinder: Mittelmaß. Ein Film, den man nicht gesehen haben muss. Die Grundbotschaft ist in Ordnung und auch kindgerecht. Die Witzigkeit hält sich in Grenzen. Typisch amerikanische Elemente wie der Kriegsveteran Skipper, inklusive Rückgriff auf den Zweiten Weltkrieg, fehlen auch nicht, stören dafür aber. Das Popcorn war okay.

Am Sonntag haben dann meine Frau und ich vorgegeben, wohin es Herrn Nilsson verschlagen sollte. Es ging in den Hessenpark nach Neu-Anspach. Da stieg ein Käsefest mit Kinderbespaßung und anderen Attraktionen. Wir sind dennoch auch in die Ausstellung gegangen, haben uns aber vor allem in der Baugruppe Mittelhessen aufgehalten. Dort gab es schon ausreichend zu entdecken. Es wurde gebuttert, es würden Körbe geflochten, Marc entzifferte Sprüche, die in Sütterlin verfasst waren. Tom und Nora dürften im Bollerwagen fahren. Wenn es jedoch in den alten Häusern etwas zu entdecken gab, sprangen sie aus dem Wagen und enterten die Häuser. An einer Knotenstation machte dann etwas älterer Herr eine kleine Knotenschulung mit Marc. Das ist toll, wenn über mehrere Generationen hinweg Interesse aneinander und an dem besteht, was der andere kann und was ihn ausmacht.

Am frühen Nachmittag haben wir dann den Rückzug angetreten, mit Herrn Nilsson versteht sich. Bilder auswählen, Bilder bearbeiten und Bilder einkleben. Tom hat dann noch einige Abort der Erläuterung hinzugefügt. Na, Herr Nilsson, wie hat es Dir in unserer Familie gefallen

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