TagKinder

Mit Malen Welten schaffen

Die Kita Sonnenland in Bickenbach hat jetzt ein paar Stift mehr.

Die Kita Sonnenland in Bickenbach hat jetzt ein paar Stifte mehr.

Sicher, ich hätte, passend zu Jahreszeit, auch einen Sack voller Stifte in der Kita abgeben können. So war es aber eben „nur“ eine Papiertüte voller Bunt- und Wachsmalstifte von BIC.

Vor einigen Wochen habe ich bei einer Marketingaktion des französischen Stiftherstellers mitgemacht – und dabei tatsächlich einen hübschen Satz Stifte für die örtliche Kindertagesstäte gewonnen.

Malen ist eine ganz großartige Beschäftigung. Aus Sicht eines Erwachsenen, der das Malen nicht gerade zu seinem Hobby erkoren hat, ist es immer wieder faszinierend zu sehen, mit wie viel Konzentration und Akribie Kinder mit einem Satz Buntstifte und einem Blatt Papier Welten schaffen, die Fantasie und Wirklichkeit abbilden. Es ist gut, wenn wir die Kinder zu Hause dabei unterstützen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Und selbstverständlich ist gut, wenn die Institutionen, Kindertagesstätten und Schulen beispielsweise, hier auch entsprechende Räume schaffen.

In der Kita in unserem Dorf wird Kreativität ganz besonders gefördert: Danke, Kita Sonnenland und allen Erzieherinnen und dem einen Erzieher (es dürften ruhig ein paar mehr Männer am Start sein). Und danke BIC für diese kleine aber feine Aktion. Die Kinder haben sicher ihren Spaß beim Malen – und wir Eltern beim Betrachten der neu geschaffenen Welten.

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Schlafspecial Pt. I: Wie viel Schlaf braucht ein Baby?

Der Tag ist gemeistert, der Zweijährige schlummert und auch das Baby wurde weich gebettet. Nun beginnt die Zeit für sich selbst. Sollte man meinen. Denn häufig heißt es dann noch mindestens drei Mal: Bääääh! Und auch nach Tagesschau und der ersten Hälfte des Spielfilms, wenn die Eltern entkräftet selbst auf die Matratze krabbeln, gibt es manchmal noch keine Ruhe. Beim Baby fällt der Schnuller raus, es wacht auf – oder die drei Schritte am Babybett werden mit knallwachen Augen erwiedert. Wie viel Schlaf braucht ein Baby? Schlafexperte Jürgen Zulley, Professor an der Universität Regensburg, hat Procter & Gamble – Hersteller der Markenwindel Pampers – im Rahmen der Kundenaktion „Guten Morgen, Baby“ ein Interview mit einigen spannenden Antworten gegeben, das wir euch heute vorstellen und zur Diskussion stellen möchten.

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Venedig mit Kindern

Venedig per Schiff

Venedig per Schiff

Natürlich, Tiefenentspannung fühlt sich anders an. Aber darum geht es ja auch nicht unbedingt, wenn man sich im Hochsommer für einen Besuch Venedigs entscheidet.

Das Highlight gleich zu Beginn. Die Kinder haben es knapp sechs Stunden mit uns in Venedig ausgehalten – und wir mit ihnen. Trotz des absoluten Touristenwahnsinns haben wir eine sehr schöne Mischung aus Menschenmassen und leeren Gassen hinbekommen.

Es ist schon erstaunlich, wie die Besucher einer Stadt ausschließlich und gezielt die ausgetretenen Pfade suchen und weiter austreten. Interessant ist doch gerade, das ganz normale Leben in einer solche unnormalen Stadt wie Venedig kennenzulernen.

Unser Weg führte uns an einem ganz normalen Supermarkt vorbei, von denen es in Venedig nicht so wahnsinnig viele gibt. Da dort die Preise nicht ganz so exorbitant hoch sind, wie an den „Büdchen“ (so würde man wohl in Düsseldorf sagen), haben wir uns dort mit Getränken eingedeckt. Ich habe mit den Kindern draußen gewartet. Dort standen Paletten voll mit Mineralwasser, die der Chef des Ladens gerade entladen und in das Geschäft verbracht hat. Die Jungs haben spontan mitgeholfen, das Wasser auf einen Wagen umzuladen. Dafür gab es dann für alle drei eine Süßigkeit. Alltagsbegegnungen in Venedig.

Mittägliche Ruhe haben wir dann in dem Stadtteil Canareggio erlebt. Hier und da ist ein Venezianer von A nach B gegangen. Ansonsten hat man nichts von dem geschäftigen Treiben im Viertel San Polo und der Rialtobrücke mitbekommen. Herrlich.

Nora hat sich übrigens im Buggy fahren lassen. Sie war und ist in letzter Zeit nicht so gut zu Fuß und überhaupt gesundheitlich ein bisschen angeschlagen. Nach 2 Stunden Buggy fahren und sich die Treppen rauf- und runtertragen lassen hat sie gesagt, dass sie nicht mehr kann. Mama und Papa konnten aber noch. Zum Glück.

Es war einer der ganz heißen Tage unseres Urlaubs. Auf dem Campingplatz war es unerträglich heiß. Kein Lüftchen war zu spüren. Dafür war es in Venedig wirklich angenehm.

Markusplatz

Markusplatz

Wir haben uns ganz korrekt der Stadt angenähert. Wir sind von Punta Sabbioni mit dem Boot übergesetzt. Stilecht sind wir dann in der Nähe von San Marco gelandet. Das Boot legte leider etwas verspätet ab. Daher waren wir nicht ganz so früh in der Stadt, wie wir uns das gewünscht hatten. An einen Besuch von San Marco war nicht mehr zu denken. Die Schlange, abschreckend.

Die Spannung konnten die Kinder unter anderem deshalb halten, weil sie mit Gondeln- und Löwenzählen beschäftigt waren. Das waren zwei der Aufgaben, die Nadja ihnen gestellt hat. Das war eine gute Idee. Ein solches Rätselprogramm bietet sich sicher auch für andere Städtetrips mit Kindern an. Die Vorbereitung dafür muss gar nicht so aufwändig sein.

Der Rückweg durch die Stadt zum Anleger war dann doch Länger als gedacht. Das war vor allem den Menschenmassen geschuldet. Nadja ist mit der schlafenden Nora vorneweg gezogen, die Jungs im Schlepptau. Nur der älteste Junge konnte an einer besonders vollen Stelle nicht mehr folgen. Wir haben uns tatsächlich verloren. Gut, dass nur ich verlorenen gegangen bin. Ihr Lieben, wenn Ihr an einem Ort wie Venedig im Sommer unterwegs seid, passt 120% auf die Kinder auf. Wir konnten uns zum Glück zusammentelefonieren. Das Schiff habe wir dennoch verpasst.

Das hat dann doch noch für einige Tränen gesorgt. Auch hier: Die Ängste der Kinder muss man absolut ernst nehmen. Vor allem Tom war verzweifelt, dachte er doch, dass wir nun nicht mehr zum Auto kommen, da uns die anderen Boote nicht mitnehmen würden.

Aber das haben sie doch – und wir sind nach einem ereignisreichen und schönen Tag wieder auf dem Campingplatz angekommen.

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Keine Zombies, bitte!

Das Familienleben hat ja wirklich viele schöne Seiten – aber es gibt auch die hässlichen Seiten. Und auch davon muss in gelegentlich berichten.

Heute Abend musste ich mir von einem sechsjährigen Sohn die Frage stellen lassen, ob es richtig sei, dass Zombies anderen, die noch keine Zombies sind, den Kopf aufschneiden und das Blut herauslassen, damit diese auch Zombies werden.

Ehrlich gesagt finde ich das ziemlich harten Tobak. Und es unglaublich, dass es Kinder gibt, die nichts besseres zu tun haben, als dieses dem Alter völlig unangemessene Wissen an ihre Kumpels weiter zu geben.

Jetzt steh ich also da, bin sauer und ratlos. Ich will nicht, dass Marc diesen Wahnsinn weiter verbreitet. Anderen scheint das bei ihren Kindern egal zu sein – oder sie sind mit ihren Bemühungen gescheitert. In einigen Fällen erscheint mir letzterer Fall allerdings unwahrscheinlich.

Hat einer der geneigten Leser eine Lösung – oder seid Ihr beim Thema Zombies entspannt?

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Masterplan für Kinderbetreuung

Kinderbetreuung ist ein komplexes Thema. Es ist komplex und hat etwas mit Mangelverwaltung zu tun. Ich will nun gar nicht in aktuelle und grundsätzliche Diskussionen um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsteigen – das werde ich sicher auch wieder bei Gelegenheit an anderer Stelle tun. Es geht vielmehr um die konkrete Situation in meiner Heimatgemeinde.

Es kann heikel werden, wenn man im Internet öffentlich über sein direktes Umfeld schreibt. Daher versuche ich so konkret wie möglich zu werden, ohne mich auf allzu dünnes Eis zu begeben. Vielmehr erhoffe ich mir eine Diskussion mit Eltern, die von ihren Erfahrungen berichten und helfen könnten, die Lage in unserem Dorf (>5500 Einwohner) weiter zu verbessern.

Im Prinzip sind wir ganz gut ausgestattet. Es gibt eine Kindertagesstätte mit acht Kiga-Gruppen. Dazu kommen eine Krippe und ein Hort in derselben Einrichtung. Eine Kindergruppe sichert die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren zusätzlich halbtags ab. An der Grundschule gibt es ein Betreuungsangebot für einen Teil der Schüler.

Bis zur Schulreife der Kinder ist also alles gut. Das dürfte an anderer Stelle auch so oder so ähnlich sein. Natürlich gibt es einen Mangel an Betreuungsplätzen für die ganz Kleinen. Eine Gruppe von Tagesmüttern hilft, das Leck etwas abzudichten. Im Kindergarten ist eigentlich alles ausreichend in Ordnung. Doch dann kommt die Schulzeit – und die Gemengelage wird unübersichtlich.

Wer einmal einen Platz im Hort hat, kann sich darauf die gesamte Grundschulzeit verlassen. Dort sind die Kinder gut bis 17 Uhr untergebracht. Wer einen der Betreuungsplätze in der Schule ergattert, hat diesen nur für ein Schuljahr sicher. Neues Jahr, neues Glück. Um das Ganze jetzt noch etwas unübersichtlicher zu machen, tritt in der Schule nun ab dem kommenden Jahr die pädagogische Mittagsbetreuung (PMB oder PÄM) auf den Plan.

Klingt auch gut – aber was steckt hinter diesem ersten Schritt einer Schule auf dem Weg zur Ganztagsschule (die unterschiedlichen Konzepte kann ich an dieser Stelle auch nicht erläutern, kommt wahrscheinlich zu einem anderen Zeitpunkt)?

In einem ersten Schritt bekommt die Schule die Möglichkeit, einen Sozialpädagogen halbtags zu beschäftigen. Das Geld darf übrigens auch direkt genommen und selbstverwaltet werden. An unserer Schule kommt es so zu einer Betreuung der Schüler an maximal drei Tagen in der Woche, wovon maximal 60 Kinder profitieren könnten. Das würde allerdings auch bedeuten, dass jedes einzelne Kind an nur einem Tag in der Zeit von Unterrichtsende bis 14.30 Uhr pädagogisch mittagsbetreut würde. Im Idealfall schließt sich dann eine AG oder ein vom Förderverein organisierter Arbeitskreis an. So dass die Kinder bis vielleicht 16 Uhr an einem Tag in der Woche versorgt wären. Fußnote zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Welcher Job ist so gebaut, dass er mit diesem Modell zusammengeht? (Ja, es gibt welche, aber es sind die wenigsten.)

Der Hort ist kostenpflichtig, die Betreuung in der Schule auch. Die PMB ist kostenlos. Auf „Kundenseite“ muss das zur Verwirrung führen. Aus meiner Sicht ist eine solche PMB nur als Förderkonzept zu denken. Es darf keine Freiwilligkeit geben. Die Schüler müssen dazu gut begründet eingeladen werden. Dieses Konzept ist tatsächlich noch denkbar. Sollte es aber anders kommen, ist das Chaos programmiert. Und chaotisch wird es allein schon deshalb, weil die Interessenlage der Protagonisten (Bürgermeister, Schulleitung, Schulamt, Jugendamt des Kreises, Träger des Kindergartens) extrem heterogen ist. Man könnte auch sagen, man sorgt sich vornehmlich um die eigenen Interessen und verliert die Familien, Eltern und Kinder sowie deren Entwicklung und Bildung aus den Augen.

Und hier kommt das social Web ins Spiel. Vielleicht mag der eine oder andere Lösung hier seine Meinung kundtun. Vielleicht gibt es herausragende Lösungen in anderen Kommunen.

Zu Anregung der Diskussion skizziere ich meine Idee. Eigentlich müssten die Eltern gemeinsam mit den Protagonisten der Kinderbetreuung einen Masterplan für unser Dorf entwerfen, in dem die optimale Lösung festgehalten wird. Die Ressourcen müssen zusammengelegt werden. Es muss zu einer transparenten Situation kommen, in dem die Interessen der „Kunden“ möglichst perfekt bedient werden. Dabei müssen aber auch die Egoismen der Eltern eingedämmt werden. Auch sie müssten ihren Teil zum Wohl des Gemeinwesens zurückstellen (und das stellt sicher nicht gerade das kleinste Problem dar).

Die Diskussion ist eröffnet – in unserem Dorf, aber vielleicht auch hier.

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Durchwachte Nacht, durchwachte Nacht

In der vergangenen Nacht habe ich ein weiteres Mal den Weg ins Wohnzimmer angetreten – unsere kleine Tochter im Schlepptau. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie spät es war. Am Wochenende sind die Uhrzeiten irgendwie schon egal. Ich weiß noch, dass ich nicht der erste war, der in dieser Nacht das Vergnügen mit der kleinen Dame hatte. Meine Frau war schon mit ihr unterwegs.

Als ích so mit Nora auf dem Sofa lag, während sie versuchte in den Schlaf zu finden, hatte ich mal wieder Zeit nachzudenken. Ich habe darüber nachgedacht, welche Herausforderungen das Elternsein oder das Vatersein auszeichnen.

Wenn die Kinder krank sind, es ihnen schlecht geht, das sind ganz schwierige Zeiten. Dabei muss es sich gar nicht um ganz schlimme Krankheiten handeln. Ein krankes Kind bringt den dicht getakteten Alltag immer ordentlich durcheinander. Organisation und Plan wird durchkreuzt, aber auch der eigene Geist kann sich nicht mehr richtig auf das Alltägliche konzentrieren. Man wird stark abgelenkt, ist mit seinen Gedanken beim Kind, beim Partner, der beim Kind ist.

Der zweite banale Punkt, über den ich mich hier heute auslassen will, steht teilweise mit dem ersten Aspekt in Zusammenhang. Muss er aber nicht. Unausgeschlafen sein und nachts durch die Wohnung irren ist für mich eine der härtesten Proben als Vater. Man merkt, wie einem Nacht für Nacht die Kraft mehr schwindet. Die Gefühle fahren Achterbahn. Einmal ist es ein Leichtes, Verständnis für das Kind aufzubringen. In einer anderen Nacht wieder wünscht man das Kind zur Hölle. Auch die letzte Empfindung muss man zulassen, finden wir. Deshalb liebt man sein Kind ja nicht weniger.

Kinder sind aus überlebensstrategischen Gründen mit einem unglaublichen Egoismus ausgestattet. Wir Erwachsenen haben gelernt, Rücksicht zu nehmen, auf die eigenen Kinder sowieso. Man muss sich als Vater oder Mutter eben ganz oft zurücknehmen. Macht man ja auch gern. Meistens. nachts nicht immer, manchmal mehr, manchmal weniger. Die kindliche Kraftsaugerei bringt einen gelegentlich an seine Grenzen. Wenn es morgen wird, und man wenigstens ein paar Stunden schlafen konnte, sind die Akkus wieder einigermaßen aufgeladen, bis zur nächsten Nacht.

Banale Dinge mit großer Wirkung. Die Statistik und Meinungsforschung sagt uns immer wieder: Die Männer in festen Beziehungen sind häufig Schuld daran, dass eine Partnerschaft kinderlos bleibt. Die Männer wollen nicht. Männer sind einfach zu bequem. Sie wollen sich offensichtlich weder den Alltag durcheinander wirbeln lassen noch die Nachtruhe rauben lassen.

Da wir hier aber unter anderem auch für eine aktive Vaterschaft werben wollen, muss man natürlich auch erwähnen, dass genau die negativen Dinge auch voller positiven und intensiven Erlebens sind. Ganz großes Kino: Das Spiegeln des Selbst im Kind. Ich bin übrigens kein großer Freund von irgendwelchen Rezeptbüchern, in denen steht, was zu tun ist, um bestimmte (nervende und störende) Eigenschaften der Kinder abzustellen. Wer die Fähigkeit zur Selbstreflexion hat und sich und sein Tun auch immer wieder einmal in Frage stellen kann, der macht schon das Richtige. Und wenn er dann merkt, dass das Verhalten der Kinder ihn unglaublich nach vorne bringen, dann weiß der Vater auch, warum er gern nächstens durchs Haus irrt, wenn es in der konkreten Situation nicht immer so leicht fällt.

Gern würde ich gerade zu diesem sehr persönlichen Thema einmal die Meinung der versprengten Leserschaft lesen. Nur zu, Kommentare sind ausdrücklich gewünscht.

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