TagKita

Böse Buben, gute Girls?

Tom am Klavier- und jetzt auch noch Theater.

Tom am Klavier- und jetzt auch noch Theater.

Tom zieht es auf die Bühne. Das ist okay. Wer weiß, was daraus noch wird.

In jedem Fall ist er total glücklich, dass es jetzt eine Theater-AG im Hort gibt. Endlich Theater.

Auf die Bühnen wollen ist das eine. Eine Meinung und ein Bild von der Welt haben, etwas anderes. Und auch hier finde ich, dass man gar nicht früh genug damit anfangen kann.

Was ich jetzt schreibe, möchte ich ideologiefrei verstanden wissen. Versucht das Ganze total entspannt aufzunehmen.

Als Vater zweier Söhne beobachte ich recht genau, was es für meine Jungs bedeutet, permanent mit Frauen als Bezugspersonen zusammen zu sein. Bis zum Alter von zehn Jahren werden sie von Frauen begleitet, Krippe, Kita, Grundschule. Marc hat es als Fußballer ganz gut, da er hier auch einmal mit männlichen Ansagern zusammenkommt.

Tom hatte einen Tenzlehrer. Allerdings kam das nicht gegen die Unannehmmlichkeiten an – Training etwas weiter weg von zu Hause, keine bekannten Kinder. Einen Klavierlehrer hatte er auch – doch auch hier ging es irgendwann nicht weiter. Jetzt bringt ihn eine Frau am Klavier weiter. Das ist dann auch okay.

Und jetzt also Theater.

„Habt ihr euch schon für ein Stück entschieden?“, frage ich ihn. „Nein!“ „Gibt es schon Vorschläge?“ „Ja, aber ich kann den Vorschlag von Betty (Name von der Redaktion geändert) nicht leiden.“ „Wieso?“ „Weil da die Jungs immer die Bösen und die Mädchen immer die Guten sind!“

Das kann ich sehr gut verstehen. So einfach ist die Welt nämlich nicht. Und ich bin froh, das Tom nicht nur auf die Bühne strebt, sondern auch eine Meinung hat, die er vertritt.

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Mit Malen Welten schaffen

Die Kita Sonnenland in Bickenbach hat jetzt ein paar Stift mehr.

Die Kita Sonnenland in Bickenbach hat jetzt ein paar Stifte mehr.

Sicher, ich hätte, passend zu Jahreszeit, auch einen Sack voller Stifte in der Kita abgeben können. So war es aber eben „nur“ eine Papiertüte voller Bunt- und Wachsmalstifte von BIC.

Vor einigen Wochen habe ich bei einer Marketingaktion des französischen Stiftherstellers mitgemacht – und dabei tatsächlich einen hübschen Satz Stifte für die örtliche Kindertagesstäte gewonnen.

Malen ist eine ganz großartige Beschäftigung. Aus Sicht eines Erwachsenen, der das Malen nicht gerade zu seinem Hobby erkoren hat, ist es immer wieder faszinierend zu sehen, mit wie viel Konzentration und Akribie Kinder mit einem Satz Buntstifte und einem Blatt Papier Welten schaffen, die Fantasie und Wirklichkeit abbilden. Es ist gut, wenn wir die Kinder zu Hause dabei unterstützen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Und selbstverständlich ist gut, wenn die Institutionen, Kindertagesstätten und Schulen beispielsweise, hier auch entsprechende Räume schaffen.

In der Kita in unserem Dorf wird Kreativität ganz besonders gefördert: Danke, Kita Sonnenland und allen Erzieherinnen und dem einen Erzieher (es dürften ruhig ein paar mehr Männer am Start sein). Und danke BIC für diese kleine aber feine Aktion. Die Kinder haben sicher ihren Spaß beim Malen – und wir Eltern beim Betrachten der neu geschaffenen Welten.

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Malen für die Kita

Eine Video-Nachricht auf Facebook? Eine Aktion, die wir auf unserem Blog featuren können? Erstmal schauen, was dahinter steckt.

Unternehmen versuchen auf unterschiedliche Weise, mit Bloggern ins Gespräch zu kommen, sich ins Gespräch zu bringen. Diesmal ist es also eine Agentur, die für den Stiftehersteller Bic aus Frankreich die Werbetrommel überhaupt und vor allem auch unter Mama- und Papbloggern rührt.

Eine durchaus sympathische Aktion für ein sympathisches Produkt. Es handelt sich hier um holzfreie Buntstifte, denen Ökotest Ende 2011 bescheinigt hat, besonders unbedenklich, weil frei von Schadstoffen, zu sein. Ehrlich gesagt war mir gar nicht so bewusst, dass Bic neben Kugelschreibern und Feuerzeugen und Einwegrasierern auch für Buntstifte bekannt ist. Da dies anderen wohl auch so geht, gibt es wahrscheinlich diesen Malwettbewerb, an dem sich jedes Kind beteiligen kann. Und Blogger können eben mit ihren kleinen Künstlern daheim eben auch mitmachen.

Die Bilder für den BIC-Wettbewerb von Tom und Nora.

Die Bilder für den BIC-Wettbewerb von Tom und Nora.

Die Kinder können auf eine Karte ihr Wunsch-Kuscheltier malen. Zu gewinnen gibt es das Kuscheltier in echt und andere Preise. Wenn ich hier als Blogger mitmache, könnte ich einen Satz Buntstifte für die Kita gewinnen. Buntstifte kann man nie genug haben. Die Kinder waren gleich begeistert und haben ihren Anteil beigetragen. Jetzt können sie mit ihren Werken beim persönlichen Wettbewerb mitmachen – und für Kindergarten und Hort darüberhinaus vielleicht auch noch ein paar Stifte gewinnen. Die Bilder könnten zur Abstimmung dann auf folgender Seite auftauchen: www.bic-deal.de . Schaut vorbei und votet mit, wenn Ihr wollt.

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Toms Berufungen

Ich will natürlich keineswegs jammern mit dem Verfassen dieser Zeilen. Selbstverständlich weiß ich, dass es meine Frau und ich in der Hand haben, was aus unserer Familie wird – und wie groß sie wird. Aber mit unseren drei großartigen und einzigartigen Kindern haben wird schon mordsmäßig Glück. Dafür bin ich dankbar. Es ist klar, dass die Familienplanung abgeschlossen ist. Das ist unumstößlich.

Tom als kleiner Mann

Hier war Tom selbst noch ein ganz kleiner Mann.

Und doch gibt es die Momente, in denen ich mir gut vorstellen könnte, doch noch ein kleines Kind, ein Baby zu haben. (Ich weiß sehr wohl dass das mit vielen Sorgen und kurzen Nächten einhergeht, so richtig sind wir ja schließlich aus dieser Phase noch nicht draußen.) Gerade gestern war wieder ein solcher Moment. Eine ehemalige Kollegin war mit ihrer einjährigen Tochter zu Besuch. Das war sehr unterhaltsam. Die Kleine ist seit wenigen Tage aufrecht unterwegs – unglaublich, dass diese Zeit bei unseren Kindern schon wieder so lange zurück liegt.

Nora und Tom hatten sehr viel Spaß. Klar, auch unsere Beiden haben nicht so viel Erfahrung mit so kleinen Menschen. Aber das Interesse der Kinder untereinander, aneinander war sehr groß. Vor allem Tom ist stark in die Situation eingestiegen. Er hat sich mit Freude ernsthaft mit dem kleinen Mädchen beschäftigt. Die Kleine hat dann nach einiger Zeit sogar die Nähe zu Tom gesucht.

Wenn man Tom fragt, was er werden möchte, sagt er, dass er Erzieher werden will. Kürzlich, als er mit mir zu einer von mir organisierten Vater-Kind-Aktion in der Kita gegangen ist, hat er mich ganz ernst gefragt, warum ich eigentlich nicht im Kindergarten arbeiten würde. Ich fragte zurück: “Glaubst du, dass ich das könnte?” Er gab sich sehr überzeugt: “Ja!”

Am Abend haben wir ihn dann nochmal auf seine “neue Freundin” angesprochen und gezeigt, dass es uns gut gefallen hat, wie er mit dem Kind umgegangen ist. Ganz stolz und mit einem verschmitzten Grinser sagte er schließlich: “Die war halt auch so süß!”

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Joggen und Ytong

Das war heute ein echt dicht gepackter Tag – lauter Höhepunkte. Ich bin zwar jetzt fix und fertig, aber eigentlich geht’s mir ganz gut.

Fangen wir von vorne an. Mit einer Veranstaltung der Schule. Bickenbach rennt. Das ist eine Art Sponsorenlauf. Für die Kinder der hiesigen Grundschule handelt es sich um eine Pflichtveranstaltung, dafür gab es an einem anderen Tag frei. Die Kinder drehen ihre Runden im nahe gelgenen Wald. Das Besondere: Eltern, Geschwister, Großeltern, wer auch immer können auch teilnehmen. Startgebühr: 3 Euro. Das Ziel: Möglichst lange unterwegs sein, rennend oder walkend. Die Obergrenze liegt eigentlich bei 60 Minuten – ein paar Läufer laufen eben immer etwas länger. Marc hat mich auch gefragt/gebeten/aufgefordert, mit von der Partie zu sein. Mein Problem: Seit ich 2009 meine Knie-Probleme hatte, inklusive OP und schließlich diagnostizierter Schuppenfelchte mit Gelenkbeteiligung, bin ich nicht mehr gelaufen. Eigentlich bin auch schon vorher eine zeitlang nicht mehr gelaufen. Aber das war dann natürlich doch eine Herausforderung, Marcs Forderung.

Marc hat mir recht schnell gezeigt, dass ich ein Klotz an seinen flinken und schlanken Beinen bin. Er musste langsam laufen, um bei mir zu bleiben. Ständig hat er mich gefragt, ob ich noch kann, wie lange ich noch dabei bleibe. „Die halbe Stunde ist gleich vorbei, dann kannst du aufhören.“ Ein wenig sportlicher Restehrgeiz ist dann doch noch im mir vorhanden. Ich habe es immerhin auf 50 Minuten gebracht, das war im Vergelich mit anderen Eltern natürlich schwach. Aber ich war dabei, bin gelaufen – und habe jetzt im Moment einiges, aber keine Knieproblem. Ich hoffe, das Letztere bleibt so. Vielleicht sollte ich doch wieder öfter laufen gehen – mir dafür aber einen einfacheren Laufpartner als Marc suchen. Er hat in 60 Minuten 10 Waldrunden gepackt. Dafür gebührt ihm mien ganzer Respekt.

Teil zwei des Aktiv-Tags mit den Kindern war ein Eltern-Kind-Projekttag in der Kita. Die Erzieherinnen haben Projekte angeboten, zu dem sich Eltern-Kind-Tandems anmelden konnten. Da ich einer der Vorantreiber der Väterarbeit in der Kita bin, wurde ich gefragt, ob ich nicht auch ein Angebot für Väter mit ihren Kindern machen wollte. Das kam recht überfallartig, ich musste schnell entscheiden. Meine Wahl fiel auf Ytongsteine bzw. Porenbetonsteine. Wir wollten Skulpturen daraus machen. Tiere, wie Schildkröten, Schnecken oder Käfer. Als ich das einem Freund erzählte, sagte er, dass man das soch in den Achtzigern gemacht hätte. Schluck. Ich habe damals so etwas nicht gemacht. Ein Angebot, altmodisch bis dort hinaus. Hilfe. Aber das Programmheft war schon gedruckt. Es gab kein zurück.

Werken mit Porenbetonsteinen

Das sind die Werke, die die Kinder mit ihren Vätern heute geschaffen haben - Respekt.

Ich habe also das Material besorgt und in dieser Woche erfahren, dass sich nur drei Tandems angemeldet haben. Ich bin tapfer mit Tom in den Ring gestiegen. Und ich kann nur sagen: Väter und Kinder waren begeistert. Die Kinder wollten gar nicht aufhören. Alle waren fleißig am Sägen, Feilen, Schleifen. Ich bin ja nun auch nicht der Werkmeister vor dem Herren. Aber es hat mich beeindruckt, dass wir in kurzer Zeit wirklich eine Reihe hübscher Skulpturen erarbeitet haben. Auch die Kindergartenkinder konnten schon eine ganze Menge selbst mitarbeiten. Für Drei- oder Vierjährige ist das Ganze wahrscheinlich nichts. Die anwesenden Kinder waren etwas größer. Schutzbrillen und Staubschutzmasken waren mit von der Partie. Das war heute echte Qualitätszeit, mit den eigenen Kindern und den anderen Vätern.

Alles in allem war es ein großartiger Tag – mit Joggen und Ytong.

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Normal wie normal, banal wie banal

Heute ist ein großer Tag für unsere Familie, dabei ist es eigentlich so banal wie banal etwas sein kein. Der ganz normale Alltag beginnt nämlich.

Meine Frau hat heute nach rund drei Jahren Pause ihren ersten Arbeitstag. Nora geht in den Kindergarten, Tom darf endlich in der Kita mittags essen (darauf wartet er schon drei Jahre), Marc geht wieder in die Schule und auch für mich gehen drei Jahre Ausnahmezustand zu Ende.

Jetzt bin ich nämlich wieder ungeschonter Teil des Familienlebens. Nachts konnte man sich manchmal rausnehmen. „Ich muss morgen arbeiten, ich kann jetzt nicht aufstehen.“ Das ist nur einer der Sätze, die der Vergangenheit angehören. Jetzt bin auch ich beispielsweisewieder dran, die Kinder in den Kindergarten zu begleiten. Das wirkt sich auf meine Arbeitszeiten aus.

Es ist die Zeit der Umstellungen, auf normal (also so normal wie normal sein kann).

Auf einige Dinge freue ich mich, vor anderen habe ich auch ein bisschen Angst. Das System Familie kommt in Bewegung. Und das wird sicher das eine oder Mal an dieser Stelle Thema werden.

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