TagLego

Die gute alte Holzeisenbahn

Weihnachten naht. Die Zeit der Geschenke. Uns gehen die Ideen aus. Was wollen und brauchen die Kinder? Zum Spielen eigentlich nichts Neues. Machen wir uns nichts vor. Es ist viel im Haus, obwohl wir sicher nicht übermäßig viel Spielzeug haben. Nach einigen Jahren Remise haben wir die Holzeisenbahn wieder ausgepackt. In zwei Tagen haben die Kinder rund acht Stunden damit gespielt – gemeinsam. Also, eigentlich braucht es nichts Neues.

Die gute alte Holzeisenbahn ist aus der Remise gefahren und erfreut großer Beliebtheit.

Die gute alte Holzeisenbahn ist aus der Remise gefahren und erfreut sich großer Beliebtheit.

Flattr this!

Vier, schon

Kerzen auspusten

Nora beim Kerzen auspusten.

Bei uns ballen sich gerade die Geburtstage. Nora ist doch am Sonntag tatsächlich schon vier geworden. Das war ein schöner Tag gestern. Omas und Opas waren da – und ganz wichtig die Mädchen aus der Nachbarschaft. Ehrlich gesagt: Die Schenkerei wird immer kleinteiliger und weniger spektakulär – in unseren Augen. Das wertvollste Einzelgeschenk war eine Sigg-Flasche für 18,99. Lego und Playmobil haben wir ausreichend im Haus. Es kann schon sein, dass hier irgendwann noch etwas hinzu kommt. Das schließe ich nicht aus. Aber vermisst wird es nicht wirklich – es ist ja da, und liegt links, meistens.

Geschenke sind natürlich trotzdem etwas Tolles. Klar. Nora hat sich auch über alles gefreut. Heute Morgen ist sie extra zeitig aufgestanden, um zu fragen, ob noch mehr Geschenke kommen. Nachdem wir das verneint hatten, sagte sie: „Ich brauche sie aber.“ Klar, aber jetzt muss sie erstmal wieder warten. Zum Glück kann sie mit ihren großartigen, wenn auch kleineren Geschenken, erstmal eine Menge Spaß haben. Und wir mit ihr. Danke dafür, kleine Nora – und alles Gute und Liebe für Deine Zukunft. Wir sind immer bei Dir, wenn Du uns brauchst.

Flattr this!

Ich brauche einen Kinder-Regenschirm

Die Frage, wie viel Spielzeug ein Kind braucht, um glücklich zu sein, stellt sich spätestens in folgender Situation: Wir suchen die Lok von der Duplo-Eisenbahn, die in einer der fünf überkindergroßen Legostein-Kisten sein könnte – aber nicht zwingend dort sein muss. Werkzeugkasten, Holzbau-Flughafen, Musikinstrumente, Puzzle, Knete, Malbuch, Kinder-Fahrzeuge. Die Liste der Spielzeuge ist lang. Was soll man aber tun, wenn sich der Sproß für etwas Neues wirklich begeistert?

Kinderregenschirm, Modell Sau-Bär, bei DM.

Kinderregenschirm, Modell Sau-Bär, bei DM.

Das Bügelbrett, das wir gestern erstanden haben, wird zumindest rege genutzt. Schon wochenlang wurde im Kindergarten immer mit dem „Gügeleisen“ auf dem „Gügelbrett“ erstmal eine Viertelstunde gegügelt, bevor es in die Gruppe ging. Das Fahrrad, das auch Pedale hat und nicht nur wie so ein blödes Laufrad ausschaut, ist längst bei Oma und Opa für Xmas eingebrieft. Für den Spielplatz gibt es inzwischen eine Maurerausrüstung, bei der sich mancher Bauarbeiter eine Scheibe abschneiden kann. Aber manchmal fragt man sich dann: „Warum zum Geier braucht er denn genau das jetzt auch noch?“

Ich weiß nicht einmal, wie unser Zweijähriger drauf gekommen ist, aber ein Künder-Regenschürm musste her. Bei jeder Einkaufsfahrt – bei jeder Frage im Supermarkt: „Was möchtest du einkaufen?“ – hieß es einhellig: „Einen Künder-Regenschürm“. Und dabei können Kinderaugen so dermaßen leuchten, dass Papa sich dann auf die Suche macht. Zu viel Spielzeug hin oder her.

Auf geht’s also in die Stadt. Die Billigläden wie Woolworth – wo ich so ein Ding vermutet hätte – lassen einen buchstäblich im Regen stehen. Der Kleine fragt die Verkäuferin erwartungsvoll selbst: „Ich brauche eine Künder-Regenschürm!“ – „Einen Kinderriegel?“ – antwortet die irritiert. Die Enttäuschung ist riesig. Auch Rossmann ist keine Hilfe. Hier gibt es zwar jede Menge Kinderkrempel und auch die wohl günstigsten Windeln in Sondergröße 5-Plus, aber das Objekt der Begierde fehlt im Sortiment. Immerhin weist die freundliche Kassiererin den Weg zu DM. Und dort steht gleich im Eingangsbereich ein großer Aufsteller mit Schirmen – und auch mit bunten kleinen Schirmchen mit rosafarbenem oder orangenem Griff von Sau-Bär. Er strahlt (gemeint ist nicht der Schirm).

Auf dem Weg heim ist der Regenschirm aufgespannt. Natürlich regnet es nicht. Zuhause angelangt schützt der Regenschirm vor möglichem plötzlichen Wassereindringen auch auf der Wickelkommode. Nur ins Bett ist er nicht geschlüpft.

Morgen erstehen wir einen Kaufladen mit viel Zubehör.

Flattr this!

Küchengeräte = Spielzeug = Fun!

Warum ersteigere ich eigentlich die schönsten Legos auf eBay, bereite diese liebevoll in der Waschmaschine auf, trockne und poliere sie anschließend, sortiere die Steinchen nach Farben und führe diese liebevoll in Spielboxen mit dem aktuellen Stand zusammen? Manchmal ist dieses Gebaren, dass dem Spaß des Kindes dienen soll, gefühlt sinnlos.

Schnullersuppe.

Schnullersuppe - köstlich.

So sind doch Küchengeräte viel interessanter. Gleich, ob man sich an den Küchenschubladen die Finger klemmen kann oder der Dosenöffner auch scharfe Kanten hat – am besten ist es doch, wenn man wie Mama oder Papa einen Topf aus dem Schrank holt, eine Zwiebel reinpellt, die Schale sorgfältig auf dem kompletten Küchenboden verteilt, einige Knoblauchzehen mit dem Pfannenwender bis hinten unter dem Schrank platziert, die Nudeln („Ludl“, Anm. d. Red.) aus dem Apothekerschrank dann gleichmäßig zerhackt und sowohl im Topf als auch daneben platziert.

Einige Highlights: Wenn man schon die Steckdosen nicht nutzen darf, so kann man wenigstens die Stecker von Rührgerät und Kaffee-Röster in die Schranktür-Ritzen einpflanzen. Dass es dabei zu Kratzern kommt, ist ja eher witzig als hinderlich.

Angesagt ist auch Schnullersuppe. Schmeckt vorzüglich.

Wusstet ihr, dass man mit Kartoffeln an der Wand malen kann?

Recht schwierig zu ergattern und zu hüten wie ein Schatz, den man gefunden hat: Ein Messer. Das kommentiert man mit „Messer spitz“, aber natürlich auch mit einem „Messer lieb“.

Es wird schon deswegen niemals langweilig, eine komplette Schublade auszuräumen, weil die Dinge dann anschließend wieder in neuer Konstellation darin weilen. Und das passiert ganz automatisch. Irre.

Interessant: Hochwertiges Porzellan trashen. Das ist sinnvolle Vorbereitung auf den Polterabend, der ja alsbald anstehen könnte, schließlich fehlt noch jedes Gefühl für Zeit – für heute, gestern und morgen. Doof ist nur, wenn Papa den Teller nicht wieder heile machen kann, selbst wenn er es grad‘ soll. Dann heißt es auch schonmal: „Bäääää“.

Wir müssen uns im Ernst fragen: Wozu also um Himmels Willen Spielzeug? Wir haben doch Küchengeräte…

Flattr this!

Schwups, schon ist er online

Da habe ich einen Moment nicht richtig aufgepasst, schon ist der Sohn Teil einer Online-Spielewelt. Das ist aber auch wirkllich ein perfides Vorgehen von Lego. Universe heißt das Massively Multiplayer Online Game (MMOG) der Dänen. Es wird natürlich im Lego-Magazin beworben – und irgendwelche Kollegen von Marc sind auch schon in diese Welt eingetaucht.

Per Telefon sollte ich technische Infos rüberschicken. Da hieß es dann, es werde etwas installiiert, Passwort angeben und so. Bestätigungsmail auf meinen Account. So langsam ist dann auch bei mir Spieler der Groschen gefallen, was da gerade abläuft.

Bisher haben die Browsergames der einschlägigen Spieleanbieter genügt. Jetzt musste also ein Spielebrowser installiert werden. Marc hinterlässt seine ersten digitalen Spuren im Netz.

Ich habe das Abenteuer noch nicht gestoppt. Es liegen im Moment sehr viele andere Dinge an. Die Zeit ist etwas knapp. Aber bis zum Wochenende werde ich entscheiden, ob ich das mit dem digitalen Alter Ego von Marc gut finden soll oder nicht. Ich werde mir die Spielewelt genau anschauen. Ich bin wirklich offen für alles. Aber ich glaube, dass ich die Kinder erst ein wenig digital entwicklen möchte, bevor ich die echte Spuren legen lasse. Dass es nicht altersgerecht ist, habe ich schon gesehen. Der Druck ist allerdings ziemlich hoch, da sich viele der umliegenden Eltern nicht sehr darum scheren. Die Rezeption der Star Wars-Filme von unter 8-Jährigen ist da ein Paradebeispiel. Universe ist ein Freemium-Angebot. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Kinder die nächste Stufen erreichen wollen. Und dann? Lego bekommt mich nicht rum…

Ich berichte, wie die Story weitergeht.

Flattr this!

Der letzte Weg eines Marienkäfers

Marc hat heute in der Lego-Kiste einen verendeten Marienkäfer entdeckt. Er hat ihm aus Lego-Steinen einen Sarg gebaut. Danach hat er das Ganze in ein Papier gewickelt und einen Grabspruch hinzugefügt. Ganz schön viel Mitgefühl.

20110806-114405.jpg

Flattr this!

© 2017 passionpapa

Theme by Anders NorenUp ↑