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Rollentausch mit Mario

1 Wii NSMB PackshotWer Nintendo sagt, sagt auch Mario. Der Großteil der Mario-Titel für Nintendo DS und Wii – und früher natürlich auch für alle anderen Nintendo-Spielesysteme – gehören zu den absoluten Must-haves. Wer nur drei Spiele für eine der beiden Konsolen hat, sollte zumindest zwei Mario-Titel besitzen.

Ganz großes Kino ist natürlich die aktuelle Auflage des Jump’n’Run-Klassikers New Super Mario Bros. Hüpfen und Springen als Solist ist schon ganz groß, aber im Zusammenspiel mit ein paar Kumpels oder – noch besser – den eigenen Kindern liegt die wahre Stärke.

Wenn die Wochenenden lang werden, Krankheiten einzelner Familienmitglieder nicht gerade danach schreien, mehrere Stunden außer Haus (selbst bei schönem Winterwetter) zu verbringen, dann wird schon mal die Wii für einen etwas längeren Zeitraum bemüht.

obstgartenDas gemeinsame kooperative Spiel mit dem Nachwuchs hat schon analog etwas Besonderes. Sehr beliebt – und immer wieder aus dem Schrank geholt – ist beispielsweise das Spiel Obstgarten von Haba. Die bis zu vier Spieler treten gegen einen Raben an, der es aufs Obst im Garten abgesehen hat. Möglichst schnell muss man die Körbe mit dem geernteten Obst füllen, bevor der Rabe zuschlagen kann. Bei solchen Spielen können die Kinder einem wertvolle Ratschläge geben – und haben auch noch selber etwas davon.

Intensiver ist meiner Meinung nach das digitale kooperative Spiel. Man merkt deutlich, wie die Kinder ihren Beschützerinstinkt ausleben, wenn man als zusammengestauchter Mario unterwegs ist, während Luigi unter der Führung des Nachwuchses mit Feuer- oder Eiskugeln auf die Gegner feuern kann. „Papa, jetzt beschütze ich Dich“ und „Jetzt bin ich mal Dein Papa“ sind dann Sätze, die Marc an meine Adresse richtet. Sind die Vorzeichen umgekehrt, heißt es „Papa, jetzt musst Du mich beschützen!“

Screenshot New Super Mario BrosMarc ist sechs – und in diesem Alter sind die Kinder erstmals sinnvoll intensiver an das Thema Videospiele heranzuführen, glaube ich. Sie beginnen die Zusammenhänge zu begreifen. Tom ist mit seinen vier Jahren noch zu klein. Er kann sich nur auf den Moment einlassen. Eine Runde Mario Kart Double Dash ist in Ordnung. Ein Minispiel in der DS-Variante von Super Mario Bros. geht auch – aber dann macht er auch irgendwie dicht. Und das ist ganz gut so.

Screenshot New Super Mario BrosKürzlich habe ich ja erstmals Online-Spiel-Erfahrungen gemacht. Das war wirklich interessant, ja sogar faszinierend. Jetzt arbeiten Marc und ich weiter an unseren kooperativen Spiel-Erlebnissen. Ich denke, dass wir noch viele netten Stunden in unserem Leben mit gemeinsamem Videospiel verbringen werden. Bis zu dem Tag, an dem ihm das Spielen mit Papa zuwider wird. Ich werde ihm nicht mehr das Wasser reichen können, er wird mich als Klotz am Bein empfinden. Aber so leicht lasse ich mich nicht abhängen – nehme ich mir zumindest vor.

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Mario rettet den Sonntag

Ich habe gestern einen Endjahres-Vorsatz gefasst. Ich will in der dunklen Jahreszeit wieder mehr Videospiele daddeln! Irgendwelche Bedenken, pädagogisches Desaster? „Wie kann der nur?“ „Kann er das mit seinem Gewissen in Einklang bringen?“ Ja, er kann und steht dazu.

Und: Die Kinder dürfen mitdaddeln. Genauestens dosiert natürlich. Und die Spiele müssen in irgendeiner Weise altersgerecht sein, das ist klar.

Von Ablagebox

Gestern also habe ich die Wii aus dem Sommerschlaf erweckt. Passend zur katastrophalen Zeitumstellung. Die Tage werden kürzer, die Abende länger. Da bietet sich das an.

Mir persönlich ging es in den vergangenen Jahren eher so, dass die eigene Zeit für Videospiele mit Geburt der Kinder deutlich zurückgefahren wurde. Aus Zeitgründen natürlich, aber auch die Lust und die Erfüllung haben deutlich nachgelassen. Und: ich bin natürlich viel zu alt für einen solchen Quatsch, Zeitverbrenner.

Jetzt kommt es zum Wandel? Ich weiß es noch nicht. Allerdings will ich dem Medium wieder eine Chance geben.

Natürlich spielt es eine Rolle, dass ich den Buben (und irgendwann auch dem Mädchen) das Thema Videospiele auf verantwortungsbewusste Weise näher bringen möchte. Diese Art von Spielzeug ist aus dem Leben der Kinder nicht wegzudenken. Sie werden pausenlos damit konfrontiert. Verteufeln ist keine Lösung. Offenheit ist angesagt. Gut, dass die Kinder einen Papa mit einer solchen Vergangenheit haben ;-).

Ich bin und war nie ein Hardcoregamer. Bei Egoshootern bin ich nie wirklich weit gekommen. Beat’em-up-Games sind und waren mir immer suspekt. Wahrscheinlich mangels Talent und Ungeduld. Ich bin ein klassischer Racer und Abenteurer. Rätsel lösen, um die Ecke denken: Das gefällt mir. Das eine oder andere Rollenspiel, die eine oder andere Simulation haben es mir aber auch angetan. So viel dazu.

Marc und Mario gehören irgendwie zusammen. Er war schonmal zu Fasching als Klempner mit Latzhose und aufgemaltem Schnorres unterwegs. Da es nicht ganz einfach ist, die richtigen Spiele für Sechs- oder gar erst knapp Vierjährige auszumachen, habe ich gestern zu einem Klassiker gegriffen. „Mario Kart: Double Dash“ für den Gamecube ist bereits 2003 erschienen. Dank der Abwärtskompatibilität der Wii können diese ollen Titel auch heute noch gedaddelt werden, ohne gleich auch noch die alte Hardware zusätzlich im Wohnzimmer aufstellen zu müssen. Das würde glatt Ärger mit der Frau provozieren, zumindest, wenn man das Ganze nicht gleich wieder wegräumt.

Von Posterous Photos

Für Erwachsene ist das Spiel natürlich eigentlich zu einfach und wenig abwechslungsreich. Für Kinder reicht es gerade. Drei Schwierigkeitsstufen stehen zur Verfügung. Auf der einfachsten Stufe fällt es Marc nicht schwer, die aus vier Rennen bestehenden Grand Prixs zu gewinnen. Tom hat noch deutliche Koordinationsprobleme. Gamecube-Spiele werden auf der Wii mit dem klassischen Controller gespielt. Das Lenken mit dem Joystick bereitet Probleme. Da ist der Papa gefragt, damit der Frust nicht zu groß wird. Wenn der Winter Geschichte ist, wird Tom auch schon alleine über die Pisten sausen können.

Irgendwie war es doch nett mit Mario. Wenn etwas klappt klatschen wir uns ab. Wenn wir den virtuellen Gegnern das Leben schwer machen, freuen wir uns zusammen. So hat der Klempner dann den sonst nicht ganz so optimalen Sonntag gerettet.

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Fastnacht, eine ernste Sache

Kinder diskutieren in der Zeit vor Fastnacht gern darüber, in welcher Verkleidung sie an den tollen Tagen durch die Gegend marschieren wollen. Als Folge solcher Diskussionen sollen schon Freundschaften im Kindergartenalter auf immer und ewig aufgekündigt worden sein.

Marc hat sich diesmal als Sohn eines Videospielefans für den Klempner Mario entschieden. Eigentlich eine ganz lustige Wahl. Einer seiner besseren Kumpel hat diesen Plan mit der besserwisserischen Aussage „So eine Verkleidung gibt es doch gar nicht.“ Marc war verzweifelt. Wir konnten ihm zigmal sagen, dass es natürlich jede Verkleidung gibt – manche gibt es eben nicht zu kaufen, dann muss man sie eben selber machen.

Und tatsächlich: Einige Kinder denken, nur weil es entsprechende Masken nicht im Kaufhaus gibt, existieren auch die entsprechenden Verkleidungen nicht. In Wirklichkeit ist eben manchmal Kreativität und Einsatz gefragt.

Selbst heute, als Mario verkleidet, hat Marc noch befürchtet, dass man ihm sagen werde, eine solche Verkleidung gebe es doch gar nicht. Die Unbeschwertheit ist wie weggeblasen. Der ach so lustige Karneval, eine ernste Sache.

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