TagSonntag

Kurz vor dem Loben

Eine der seltenen Rodelpartien in diesem Winter.

Eine der seltenen Rodelpartien in diesem Winter.

Heute früh war ich drauf und dran eine Lobeshymne auf den Winter zu schreiben, nachdem ich ihn im letzten Post verteufelt hatte. Ich dachte tatsächlich: Mein Schimpfen hat sich ausgezahlt. Kalt seit Tagen, ausreichend Schnee, um ein bisschen darauf zu rodeln. Da hab ich doch glatt ein Foto gemacht, das die Stimmung auch rüberbringen sollte.

Am Nachmittag habe ich dann gehört, dass es noch weiter im Südwesten Deutschlands ein Chaos wegen des Eisregens geben soll. Die Menschen sind dort mit Schlittschuhen auf Landstraße unterwegs gewesen. „Das wird sich doch hier nicht auch so entwickeln?“, dachte ich noch…

Eine Stunde später war ich schlauer. Wir wollten uns gerade nach draußen begeben, um den Schnee ein wenig zu genießen – doch es regnete in Strömen. Ganz erstaunliche Effekte ergeben sich seitdem an Geländern und Bäumen und Sträuchern. Das ist die nette Seite des Horrorwetters. Wenn ich gerade hier aus dem Fenster schaue, könnte ich weinen. Es gießt noch immer. Die Bürgersteige vereist. Unser Rodelhügel – ein Schatten seiner selbst. Die Kinder bei Laune halten, fällt einem an einem solchen Tag nicht gerade leicht, wenn man sie nicht über Stunden Fenseher und Videospielen überlassen will. Es fehlt Bewegung die Zeit draußen.

So bleibt mir nur, dann doch noch einmal über den Winter zu schimpfen. Vielleicht hilft es diesmal wirklich.

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Die Attacke der Sirenen

Das Wochenende war eigentlich gar nicht so schlecht – der gestrige Sonntag allerdings wird in die Familiengeschichtsbücher eingehen. Die Kinder haben gestern so viel geheult und geschrieen wie noch nie – das ist ein gefühlter Wert.

Alles wurde zum Anlass genommen, um daraus ein Drama zu machen. Jede Kleinigkeit. Dazu kam auch noch Pech, wie der eine oder andere Sturz mit Bagatellverletzung. Ich habe mit anderen Elternteilen kommuniziert – sie haben von ähnlichen Phänomenen berichtet.

Was war Schuld? Ich bin zu allerletzt ein Verschwörungstheoretiker. Tatsache aber ist, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Sommerzeit begonnen hat. Die Uhren wurden eine Stunde vor gedreht. Als Marc noch sehr klein war, noch keine zwei Jahre alt, hatte das auch furchtbare Auswirkungen auf seinen Rhythmus. Er ist einen ganzen Sommer lang selten vor 22 Uhr eingeschlafen (allerdings hat er zu jener Zeit noch ausgiebige Mittagsschläfchen gehalten).

Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass sich das ganze schnell wieder einpendelt. Ich bin ja heute wieder im Büro gewesen und bin dort von Kindergeschrei und -geheule verschont gewesen. Aus Sicherheitsgründen habe ich auf einen Anruf zu Hause verzichtet.

Bei allem Kummer wegen der Sommerzeit. Nun genieße ich sehr, dass ich nach Hause fahre und die Sonne noch scheint – und dass sie es noch eine Weile tun wird.

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Horror Obi

Wenn die halbe Familie schläft, dann kann sich die andere Hälfte um Haus und Hof kümmern. Da das runde Pflaster noch bei Obi im Regal liegt, starteten wir am Sonntag (!) um kurz nach 13 Uhr in Richtung Bensheim. Ich dachte mir noch: Wer soll eigentlich am Sonntag in einen Baumarkt fahren, wenn man auch in der Innenstadt flanieren und shoppen kann – auch das muss man an einem schönen Sonntagnachmittag ja nicht unbedingt machen.

Auch wenn man schon 38 Jahre alt ist, ist man nicht vor Blauäugigkeit und Dummheit gefeit. Ganz Südhessen war bei Obi. Der Parkplatz war überfüllt, die Leute haben sich eine Bratwurst nach der anderen reingezogen und sind panisch in denLaden rein und wieder raus gestürmt. Es war die Hölle auf Erden. Marc und ich sind wieder abgezogen – ohne stehen zu bleiben. Ich habe wieder etwas gelernt.

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