TagTiere

Zick-Zack, die Entwicklung

Wer Zeit hat bzw. sich die Zeit nimmt, seine Kinder intensiv in ihrer Entwicklung zu beobachten, wird mit vielen Erkenntnissen belohnt.

Nora arbeitet im Moment massiv am Spracherwerb. Seit einiger Zeit versucht sie es mit ihrer eigenen Sprache. Wir wiederum versuchen so gut wie möglich darauf einzugehen. Aber eine echte Unterhaltung wird nie daraus. Für rudimentäre Kommunikation reicht es aus. Tierstimmen kann sie auch einige nachahmen. Für ein Mädchen ist sie insgesamt etwas spät dran. Doch das macht gar nichts.

Das Bellen des Hundes kommt treffsicher, beim Miauen hat sie eine besondere, sehr authentisch klingende Technik entwickelt. Fragt man sie nach einem Vogel, zaubert sie ein Geraune und Gebrüll mit ihren Stimmbändern hervor, das einem Löwen zur Ehre gereichen würde.

Holzpuzzle sind wunderbares Spielzeug.

Holzpuzzle sind wunderbares Spielzeug.

Stehen größere Entwicklungsschübe an, dann gerät so ein Kind mit seinen Emotionen leicht auf einen Zick-Zack-Kurs. Der ganze kleine Mensch ist in Bewegung. Das System sucht den Ausgleich. Die Nächte sind im Moment wieder deutlich unruhiger. Das Kind ist leicht reizbar. Sie schimpft lautstark, wenn ihr etwas nicht passt. Der Biorhythmus ist aus dem Takt. Da gilt es für Eltern und Geschwister Ruhe zu bewahren.

Und häufig entwickeln sich auch noch mehrere Dinge parallel. Neben dem Spracherwerb feilt Nora auch an ihren Puzzlefähigkeiten. Ein einfaches Holzsteckpuzzle ist genau das Richtige, um die Fähigkeiten zu testen und zu schärfen. Es geht um das Erkennen von Formen und um Feinmotorik. Aber auch das Erinnerungsvermögen wird geschult. Wenn ich mit Nora puzzel, dann benenne ich auch immer das Puzzleteil, in der Hoffnung, dass sie bald die Blockade durchbricht und sich ihr Wortschatz erweitert. Wir merken deutlich, wie es in Nora arbeitet. Wir spüren auch, dass das Sprechen und vor allem das Erlernen unserer Sprache richtig Arbeit für einen solch kleinen Menschen ist. Da ist auch Verständnis gefragt.

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Freies Spiel

Tom ist 3 Jahre alt geworden – Wahnsinn. Das ist das Schicksal von Eltern. Sie bekommen ganz direkt und täglich vor Augen geführt, dass sie unaufhaltsam älter werden. Und irgendwie hat das Älterwerden etwas von Exponentialfunktion.

Eigentlich geht es hier aber um Toms Geburtstag. Das zweite Kind hat es irgendwie nicht so einfach. Noch schlimmer wird es wohl, wenn es auch noch ein drittes Kind gibt – und das trifft auf uns ja nun zu. Das zweite Kind also profitiert zwar vom ersten Kind. So dürfen zweite Kinder schon viel früher viel mehr als die ersten Kinder. Auch Spielsachen sind in Regel schon im Überfluss vorhanden. Und Kontakt zu anderen, größeren Kindern haben sie auch schon früher.

Allerdings fällt es den zweiten Kindern schwer, einen eigenen Kleinkinder-Freundeskreis aufzubauen. Da – in unserem Fall – der große Bruder irgendwie immer mitmischt. Auch das Spielzeug gehört ja eigentlich dem Großen. Das mündet oft in ziemlichem Ärger.

Also haben wir uns jetzt so zum dritten Geburtstag gedacht, Tom braucht eine eigene Spielewelt. Irgendwie hat sich herausgestellt, dass Tom sehr an Tieren interessiert ist. So hat er ein kleines Auge auf die Safari-Wildtierpflegestation von Playmobil geworfen. Jetzt hat er also insgesamt drei Teile davon bekommen. Weitere Teile halten wir noch zurück – für Weihnachten -, um ihn nicht zu überfordern.

Ein Haufen Tiere ist dabei. Und da es mehr als drei Schenker gibt, haben wir noch eine Mikrowelle für die Spielküche in Auftrag gegeben. Auch die gab es als Geschenk. Die Freude über alles war recht groß. Tom hat alles gut angenommen und – natürlich – mit Marc drauf los gespielt.

Dass die Spielzeuge nichts miteinander zu tun haben, kann nur Erwachsenengehirnen entspringen. Hauptbeschäftigung von Tom war es nämlich, ein Tier nach dem anderen in der Mikrowelle auf dem Drehteller zu garen. Das war dann auch der Mikrowelle zu viel: Sie hat angefangen zu spinnen und musste leider vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden.

Es gab übrigens Zebra, Nashorn und Pelikan.

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