TagUrlaub

Befreiende Rodelpartien

Eine von vielen Rodeleinlagen.

Eine von vielen Rodeleinlagen.

Etwa 50 Rodelpartien später war klar, von körperlicher Erholung konnte nach unserem Kurzurlaub im Schnee nicht die Rede sein. Es war eigentlich ziemlich anstrengend. Mein lädierter Bewegungsapparat hat ordentlich etwas zu tun bekommen. Das Stapfen durch den Schnee, auf unebenem Boden und glattem Geläuf strapaziert Körperbereiche, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt. Und immer wieder ging es bergauf, Nora auf dem Schlitten im Schlepptau, manchmal auch einen der Jungs.

Ganz bewusst haben wir das Auto weitestgehend stehen gelassen. Wenn man schon Stunden im Freien verbringt, muss man sie nicht unbedingt selbst mit Abgasen belasten. Dass das am Ende nicht wirklich hilft, da die meisten anderen Holländer (aber nicht nur die) das anders sehen, vesteht sich von selbst.

Knapp fünf Tage waren wir also in Schonach im Schwarzwald. Mir gelingt es nicht, vom ersten Moment im Urlaub zu sein, wenn ich im Urlaub bin. Da geht es mir sicher wie den meisten anderen. Irgendwie müssen sich die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern erst einpendeln. Ein System lässt sich eben nicht unabhängig von der Umwelt und den Umständen verpflanzen. Wenn nur fünf Tage zur Verfügung sind, dann muss sich das System schon arg flott an die neuen Gegebenheiten anpassen. Das hat es versucht. Es gab Reibungen – sie haben schließlich Wärme erzeugt, ohne sich zu überhitzen.

Am Ende und mit einem bisschen Abstand muss dann sogar auch ich Urlaubsmuffel zugeben, dass unsere Rodelpartien neben den körperlichen Anstrengungen eine befreiende Wirkung hatten. Eine Befreiung vom Alltag. Als weitere Belohnung gab es ganz enge Erfahrungen mit den Kindern. Es war eine intensive Zeit. Zeit, die man im Block ganz anders nutzen kann, als im Alltag, wo sich die Qualitätszeit mit den Kindern auf wenige Zeit-Inseln innerhalb einer Woche konzentrieren. Ein Mehr dieser Zeit wäre notwendig, um sich und das System Familie in der Balance zu halten. Diese Erkenntnis bleibt neben vielen schönen Erinnerungen an einen kurzen und dennoch sehr wertvollen Urlaub.

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Club Family: Neues Reiseportal für Familien

Wenn man meine Frau fragen würde, ob ich eine Fernweh-Typ bin, wäre die Antowort sehr eindeutig: Nein. Er verschanzt sich am liebsten zu Hause. Reisen ist ihm ein Gräuel.

Triest: Bedrohtes Rathaus

Also: Ganz so dramatisch ist die Situation natürlich nicht. Auf jeden Fall ist meine Frau ganz froh, dass ich die Fotografie als Hobby entdeckt habe  (wir waren sogar schon häufiger in Italien, das Foto zeigt das Rathaus von Triest). Damit wird die Schwelle zur Reisebereitschaft und der Aufnahme von Reisevorbereitungen niedriger. Das kann ich uneingeschränkt bestätigen. Wenn ich dann erstmal im Urlaub bin, dann gefällt es mir nach zwei, drei Tagen Akklimatisieren meistens auch ganz gut. Es macht einfach doch viel Spaß, die Kinder dabei zu erleben, wie sie gemeinsam mit uns die neue Welt um sie herum erkunden und welch unvoreingenommenes Interesse sie für alles an den Tag legen.

Sich auf die Suche nach in Frage kommenden und geeigneten Reisezielen und Unterkünften zu machen, ist – wie gesagt – schon die erste große Hürde. Ist die Entscheidung gefallen, dann muss man sich darüber klar werden, ob man direkt, über einen Veranstalter oder ein Reisebüro bucht – Aufwand ohne Ende.

Homepage von Club Family

Homepage von Club Family

Im Internet gibt es seit wenigen Monaten – rechtzeitig zur neuen Reisebuchungssaison – ein neues Angebot, dass einen durch den Dschungel der Angebote leiten will und dabei immer die Familienfreundlichkeit im Fokus hat. In dem Familien-Urlaubsportal mit Namen Club Family sind Hotels im In- und Ausland buchbar, dazu kommen zahlreiche Ferienparks und Ferienhäuser. Bei dem Portal arbeitet ein Team daran, die Unterkünfte auf Familientauglichkeit zu untersuchen. Die Bewertung erfolgt laut eigener Darstellung anhand von 35 Prüfkriterien. Das Experteteam vergibt bis zu 5 Windräder als Auszeichung und Kennzeichung der Hotels, Ferienparks und Ferienhäuser. Zudem gibt es eine Unterteilung in Babys, Minis und Kids, um deutlich zu machen, welche Unterkünfte für Kinder welchen Alters geeignet sind.

Wir haben mit Daniel Schaffeld, dem Geschäftsführer von SD Inspiring Travel, dem Betreiber des Portals, gesprochen. In dem Interview erläutert er das Konzept von Club Family genauer.

Passionpapa: Daniel, warum sollten Familien ihren Urlaub über Club Family buchen?

Daniel Schaffeld: Wir bieten unseren Kunden eine große und vielfältige Auswahl an Familienhotels, Ferienhäusern und -parks, die wir vorab von Hand aussuchen, recherchieren und besonders auf ihre Familienfreundlichkeit überprüfen. Darüber hinaus liefern wir den Familien Informationen zu den verschiedenen Reiseregionen sowie deren Sehenswürdigkeiten. In unserem Magazin erhalten die Kunden zudem nützliche Tipps zum Thema Urlaub mit Kindern.

Wir möchten, dass der Familienurlaub schon bei der Buchung beginnt! Und damit jede Familie ihr perfektes Reiseziel findet, berät unser Service-Team sie persönlich bei der Buchung. Die Mitarbeiter des Teams können alle auf eine langjährige Touristikerfahrung – speziell im Familienbereich – zurückgreifen. Zudem sind sie selbst oftmals Mütter, so dass sie die Anforderungen und Wünsche von Familien bestens verstehen und erfüllen können.

Was genau könnt Ihr besser als ein herkömmliches Reisebüro bzw. ein Direktanbieter von Familienreisen?

Wir grenzen uns durch eine bessere Technik von unseren Wettbewerbern ab. Die Wünsche und Anforderungen von Familien sind bei der Urlaubsbuchung sehr individuell und in der Regel werden die Buchungsmasken der klassischen Reiseportale diesen nicht gerecht.
Häufig scheitern die Familien dort bei der Buchung schon an der Familienkonstellation und wenden sich nach der Internetrecherche doch wieder an ein stationäres Reisebüro. Es ist beispielsweise nicht leicht, das passende Angebot für eine 5-köpfige Familie zu finden, die zwei Zimmer mit einer Verbindungstür sowie Babynahrung benötigt und darüber hinaus mit einer deutschen Fluggesellschaft fliegen möchte.
Unsere Nutzer haben den Vorteil, dass sie sich alle Angebote bequem von zu Hause aus angucken und diese anhand der Filter besser nach ihren speziellen Bedürfnissen selektieren können, um sich dann das passende Angebot herauszusuchen. So können unsere Hotels zum Beispiel nach Kriterien wie kindersicherer Einrichtung, Hochstühlen oder eingezäuntem Poolbereich durchsucht werden.

Auf einen persönlichen Kontakt müssen die Kunden dennoch nicht verzichten, da unser Service-Team sie bei der Buchung telefonisch oder per E-Mail berät. Hier bieten wir als besonderen Service eine Live-Beratung, bei der der Kunde die vom Reiseexperten vorgeschlagenen Hotelangebote direkt auf seinem Bildschirm sieht, während er mit dem Berater spricht. Somit kann sich der Kunde schon während des Gesprächs ein genaues Bild über das Hotel und die Rahmenbedingungen wie Flugzeiten und Verpflegung machen.

Ich habe Probleme damit, wenn Familienurlaub als ein Urlaub definiert wird, in dem die Eltern durch Dauerbespaßung und -animation des Nachwuchses möglichst wenig mit ihren Kindern zu tun haben müssen. Es geht ja eigentlich nicht um Urlaub von der Familie, sondern vom Arbeitsalltag. Wie stehst Du zu dem Thema?

Die Familien haben ganz unterschiedliche Wünsche, wenn sie auf uns zukommen. Legt eine Familie beispielsweise großen Wert darauf, möglichst viel Zeit gemeinsam zu verbringen, empfehlen wir ein Hotel, Ferienhaus oder Ferienpark, in dem keine Animation, dafür aber vielleicht ein Freizeit- oder Naturpark in der Nähe geboten wird. Dort kann die Familie ihr Freizeitprogramm ganz nach ihrem Belieben gestalten, hat aber trotzdem die Möglichkeit, gemeinsam etwas Nicht-Alltägliches zu unternehmen.

Andere Familien möchten sich und ihren Kindern wiederum auch etwas Freiraum während des Urlaubs geben. In diesem Fall vermitteln wir eine Unterkunft, in der Kinderbetreuung und Animation angeboten werden. Gerade etwas größere Kinder freuen sich, wenn sie im Urlaub ein paar Aktivitäten mit Gleichaltrigen unternehmen können. Aber auch die Eltern genießen es, wenn sie das Sport- und Wellnessprogramm des Hotels nutzen oder Zeit zu zweit verbringen können.

Grundsätzlich gilt: Animation und Kinderbetreuung sind kein Zwang. Wenn eine Familie also mal lieber unter sich sein möchte, ist dies durchaus auch in Hotels möglich, in denen Kinderbetreuung angeboten wird.

Ich selbst bin auch eher der Urlaubstyp, der gerne viel gemeinsame Zeit mit der Familie verbringt. Aber dies ist natürlich bei jeder Familie anders und unser Angebot ist so breit gefächert, dass wir jeder Familie ihren individuellen Traumurlaub vermitteln können.

Habt Ihr Reisen und Locations im Angebot, die für Familien geeignet sind, die vor allem ganz viel Zeit miteinander verbringen möchten und dazu den einen oder anderen Impuls benötigen? Wie sieht es also mit Angeboten für die ganze Familie aus?

Wie bereits erwähnt, sind die Wünsche der Familien ganz unterschiedlich. Deswegen ist die persönliche Beratung durch unser Service-Team ausschlaggebend, um das perfekte Reiseziel für – und vor allem gemeinsam mit – unseren Kunden zu finden.

Warum nicht mal ein Wellnessurlaub mit der ganzen Familie? Viele Hotels offerieren mittlerweile ein großes Wohlfühlprogramm für Eltern und Kinder. Neben dem klassischen Hotelangebot bieten wir aber auch Ferienparks und Ferienhäuser an, in denen die Familien Aktivität und Erholung miteinander verbinden können. Besonders beliebt sind die Ferienparks in Deutschland, den Niederlanden oder in Frankreich, die beispielweise oft über einen großen Aquapark verfügen, der Badespaß für die ganze Familie bereithält.

Darüber hinaus haben wir in Kürze ein Angebot, dass sich genau auf diese Familienzielgruppe spezialisiert. Dort wohnen die Familien in landestypischen familienfreundlichen Unterkünften und können die landschaftlich und kulturell attraktivsten Gebiete Europas erkunden.
Wir selbst berichten in unserem Reisemagazin auf www.clubfamily.de auch immer wieder über neue Impulse für die Gestaltung des gemeinsamen Familienurlaubs. Hier können Familien sich also jederzeit informieren, wie sich ihr Urlaub unvergesslich gestalten lässt.

Welche Reiseziele stehen bei Euren Kunden im Moment besonders hoch im Kurs?

Aufgrund der politischen Lage werden klassische Reiseziele wie Tunesien und Ägypten momentan selbstverständlich nicht gebucht. Dadurch hat sich unser Angebot etwas verkleinert.

Besonders beliebt sind derzeit die Reiseziele Türkei, Italien und Spanien – und dort besonders die Balearen-Insel Mallorca sowie die gesamten Kanarischen Inseln.

Natürlich hat Club Family nicht nur die typischen Sonnenziele im Programm. Unser Angebot wächst stetig und bietet z.B. auch viele Reiseziele innerhalb von Deutschland an, bei denen Berge, Städte, Seen und Inseln erkundet werden oder auch Wander- und Natururlaube in Österreich und in der Schweiz. Zu unseren besonderen Angeboten zählt sicherlich auch das Traumreiseziel Mauritius.

In unserer Rubrik „Reiseziele“ erfahren die Familien auf www.clubfamily.de zudem alles Wissenswerte über zahlreiche Urlaubsregionen weltweit sowie deren Attraktionen.

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Tage mit Wert

Ich will weder Jammern, noch Mitleid noch Lob ernten. Aber ein Familie mit drei Kindern hat es schon in sich. Allein der Alltag kommt so dicht daher, dass der vollzeit-arbeitende Mann (in unserem Fall) immer nur staunen kann, wie die Frau (unbeschäftigt oder in Teilzeit) das System im Griff hat. Wer in einer solchen Familienkonstellation kein Organisationstalent hat, der muss sich Organisationsfähigkeiten aneignen. Sonst fliegt einem das System irgendwann um die Ohren.

Daher ist es immer wieder großartig, wenn sich der standardmäßige Geldverdiener gelegentlich einen ganz normalen Tag frei nimmt, um intensiv am Familienleben teil zu haben. Gestern war mal wieder ein solcher Tag voller Action, Staunen und Tatendrang.

Leider klappt es auch außerhalb der freien Tage nur selten die Kinder in Schule oder Kindergarten zu bringen. Gestern war dann für die i-Dötzchen (wie ABC-Schützen, Erstklässler im Rheinland) auch noch ein besonderer Tag. Es ging auf die Eberstädter Streuobstwiesen zum Apfelsaftkeltern. Ein offensichtlich großartiger Schulausflug, von dem alle begeistert zurückkamen. Im Gepäck ein halber Liter Apfelsaft aus eigenhändig gesammelten Äpfeln. Großer Stolz.

Zwischendrin war ich mit der fast 14 Monate alten Tochter beim Musikgarten. Singen, Tanzen und Bewegen mit fünf weiteren Müttern und einer sehr engagierten und gut ausgebildeten Leiterin. Nora war ein bisschen anhänglich. Gefallen hat ihr es sicher – ich will es mir einbilden -, diese Veranstaltung auch einmal mit dem Papa besucht zu haben.

Durch den Besuch eines Kindes aus der Nachbarschaft und die Mittagsruhe von Nora, verging der Nachmittag wie im Flug. Einen Großteil der Zeit verbrachte meine Frau mit dem Mittleren beim Kinderturnen.

Dann: fliegender Wechsel. Mama und Sohn kommen, Papa und Sohn gehen. Fußballtraining. Eine Meute kleiner Fußballerinnen und Fußballer wird von zwei bis drei Trainern gebändigt. Die Eltern zeigen sich mehr oder weniger engagiert – die einen beim Sport des Nachwuchses, die anderen beim Reden, Rauchen, Sekttrinken. Zugegeben, das eine oder andere Wundern findet an einem solchen Tag auch seinen Platz.

Dann geht es nach Hause. Der Geist ist frei. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man seine Lieben dann im Bettchen weiß. So sehen echte Tage mit Wert aus.

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Die Tücken der Mobilität

Vielleicht hat auch schon jemand von Euch die Erfahrung gemacht, dass sich Kinder in einem temporär veränderten Umfeld rasch weiterentwickeln. Wir waren gerade im Urlaub. Vor allem bei der Kleinsten konnte man täglich neue Fertigkeiten beobachten. Bei Marc und Tom war es auch so, allerdings konzentriere ich mich hier nur auf Nora.
Sie hat gleich zwei Dinge perfektioniert, die zuvor nur in Ansätzen erkennbar waren. Sie hat begonnen, professionell zu krabbeln. Die Zeit des Robbens ist vorbei. Damit wird allerdings auch die potenzielle Fallhöhe größer. Noch schlimmer: Sie kann sich manchmal an Bettkanten, Stühlen und anderem hochziehen. Der Kopf bewegt sich immer weiter weg vom Boden. Der doch so wichtige und verletzliche Kopf.
Diese neuen Dinge hat sie nun aber in einem anderen Umfeld ausprobiert. Jetzt sind die eigentlich gewohnten Verhältnisse daheim neu. Das hat am Tag nach unserer Rückkehr zu einigen Tränen und Blessuren geführt: Beule an der Stirn, blutige Nase und violette Schramme am Auge nach intensiver Bekanntschaft mit einem Thermostat an der Wohnzimmerheizung.
Spätestens jetzt ist klar, dass uns die Mobilitätsbemühungen unserer Tochter in den kommenden Wochen und hoffentlich nicht Monaten ganz schön auf Trab halten werden. Die Tücken der Mobilität eben.

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T-Shirt-Träger im trüben Herbst

Hier ist es nun ja schon recht kalt geworden. Das hat sich aber nicht bis zu den Urlaubern herumgesprochen, die Deutschland vor vielleicht zwei Wochen verlassen haben.

Im Zug nach Hamburg sitzen auf jeden Fall zahlreiche Menschen, die – in Frankfurt zugestiegen – nur Sandalen und T-Shirts anhaben. Ist irgendwie ganz lustig. Wir haben Mützen dabei, sind mit Fleecejacken ausgestattet, der Marc hat erstmals die Winterstiefel an den Füßen, die Handschuhe sind auch mit von der Partie.

Wir haben uns also auf ein kühles Wochenende an der Waterkant eingerichtet. Den Urlaubern ist zu wünschen, dass sie sich nicht verkühlen.

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Meer fahren

Der Tom kann sich offensichtlich noch an den Italien-Urlaub im vergangenen Jahr erinnern. Auf jeden Fall sagt er fast täglich „Meer fahren“ – zur Freude seiner Mutter.

Heute ist das Gespräch etwas ausführlicher gewesen – die Telegramme bekommen mehr Ausdruck.

Tom: „Meer fahren!“
Mama: „Und was willst du am Meer machen?“
Tom: „Sand spielen, Wasser gehen!“
Mama: „In diesem Jahr geht das nicht, vielleicht im nächsten Jahr. Im Sommer kommt unser Baby.“
Tom: „Baby weg!“

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