TagWandern

Herbstwochenenden – da sind sie wieder

Sie sind da, die ersten Herbstwochenenden. Jedes Jahr aufs Neue nehmen wir uns vor, häufig rauszugehen, auch wenn das Wetter nicht immer gerade dazu einlädt. Wir nehmen es uns einfach in diesem Jahr wieder vor.

Einige der Maronen, die wir heute im Wald gefunden haben.

Einige der Maronen, die wir heute im Wald gefunden haben.

Heute ist wettermäßig ein guter Tag – ein bisschen schattig ist es allenfalls. So sind wir also aufgebrochen, um oberhalb von Nieder-Beerbach am Fuße der Burg Frankenstein, den Wald unsicher zu machen. Wir waren nicht lange weg – aber es hat allen gut getan. Die Spezialität heute: Esskastanien sammeln. Wir waren einigermaßen erfolgreich, die Kinder waren gut und sinnvoll beschäftigt. Am Schluss war auch noch Zeit, einen Spielplatz zu besuchen.

Oberhalb der Grillhütte in Nieder-Beerbach wacht eine steinerne Echse.

Oberhalb der Grillhütte in Nieder-Beerbach wacht eine steinerne Echse.

Dieser kleine Ausflug war wieder einmal der Beweis: Unternehmungen draußen machen viel Spaß, sind lehrreich und insgesamt sehr wertvoll.

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Der Hase wirkt

Wieder liegt ein Osterfest hinter uns – und erneut hat der Osterhase beste Dienste geleistet. Einige Tage vor Ostern hat Marc noch gesagt, dass er glaubt, dass es den Osterhasen gibt, weil die Eltern doch nicht so früh wach sind, um die Leckereien zu verstecken.

In diesem Glauben haben wir Ostern dann auch verbracht. Die Kinder haben am Samstag die Nester vorbereitet, die Karotten wurden verteilt (Wegzehrung für den Hasen). Und dann kam die Nacht, es war eine besondere Nacht – nicht nur, weil Ostern vor der Tür stand.

Ich will mich nicht in Details verlieren. Es gab bei den Kindern ein paar Unpässlichkeiten, die uns einige Stunde der Nachtruhe geraubt haben. Es war schon lange hell, bevor der Osterhase seinen Dienst tun konnte.

Marc und Tom waren natürlich früh wach, um schon mal in den Nestern nachzusehen – doch da war noch nichts. Die Enttäuschung war gar nicht besonders groß. Wir konnten noch erklären, dass es bestimmt noch etwas gibt.

Zwar konnten die Kinder den Garten im Auge behalten, allerdings hat unser Besuch sie geschickt abgelenkt, so dass die Sachen ausgebracht werden konnten – und die Freude über die Gaben des Osterhasen war groß.

Am Montagnachmittag waren wir im Odenwald ein bisschen spazieren, mit Picknick. Auch da hat der Osterhase am Wegesrand das eine oder andere liegen gelassen. Die Kinder waren hin und weg, die Motivation war hoch und selbst die Kleinste war begeistert. Der Hase wirkt noch immer. Und irgendwie ist dieses Spiel doch ganz nett.

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Raus ins Grüne

Von den Folgen der Winterstarre hatte ich bereits berichtet – an Karfreitag haben wir nun unsere Outdoor-Saison eröffnet. Wir haben uns ein Ziel im Odenwald ausgesucht. Eigentlich wollten wir eine kleinere Wanderung mit dem Ziel Burg Breuberg angehen. Es braucht ja immer eine gewisse Motivationsdosis, um die Buben zum Laufen zu bewegen.

Von landschaften und leben

Ich habe schließlich einen Naturpark-Parkplatz (in Odenwaldkarten wird er als Kellergrund bezeichnet) hinter Heubach (Ortsteil von Wiebelsbach-Heubach) ausgesucht. Dort habe ich festgestellt, dass wir die Burg Breuberg wahrscheinlich nicht erreichen werden. Marc ist ein guter Läufer, Tom schafft noch nicht so viele Kilometer. Also haben wir uns den Rundweg 11 ausgesucht. Fast 5 Kilometer bis zur Saustiege und Brunneneiche. Eine Quelle befindet sich an dieser Stelle auch. Zum Start gab ich die Parole aus:  „Heute suchen wir einmal ein Quelle, genauso wie  Piggeldy und Frederick.“ Das sollte es dann bezüglich der Motivation gewesen sein – hat aber ganz gut  funktioniert.

Von landschaften und leben

Vor allem aber auch deshalb, weil der Wald an sich einfach so viel zu bieten hat.  Auf Baumstämmen wird balanciert, unter alter Rinde kann man dem geschäftigen Treiben der Ameisen zusehen. Die Ringe der Baumstümpfe verraten, wie alt der gefällte Baum gewesen ist. Wenn man will, kann man auch Lieder singen und zwischendrin immer wieder die Aussicht auf Wald und Felder genießen.

Von landschaften und leben

Der Rundweg 11 führt den Wanderer um den Bachgrund des Pferdsbachs  herum. Auf der Westseite, unserem Rückweg, geht es am Waldrand entlang – das lässt es sich prima ein wenige Sonne tanken. Ebenfalls auf der Westseite kommt man einem kleinen flachen Weiher vorbei, auf dem man im Sommer sicher auch einiges Getier beobachten kann.

Höhepunkt ist aber die Brunneneiche an der Sausteige. Eine Bundsandsteinsäule erinnert daran, dass die Dorfbewohner ihre Schweine dort an Futterplätze getrieben haben (laut: Paul Ehrig, Wanderungen im Odenwald, Reba-Verlag, Darmstadt, 1979/1987, 2. Auflage). Die Brunneneiche soll zwischen 300 und 400 Jahren alt sein. So ähnlich steht es auch auf einem Informationsschild, das bei dem Naturdenkmal aufgestellt wurde. Dort, ungefähr auf halbem Weg, kann man auch eine ausgiebige Rast einlegen – falls nötig.

Von landschaften und leben

Insgesamt waren wir rund 90 Minuten unterwegs, reine Laufzeit. Auch mit dem Kinderwagen kommt man ganz gut durch. Es gibt nur kleinere Steigungen, die aber für niemanden ein größeres Problem darstellen sollten. Für einen Vormittagsausflug ist diese kleine Wanderung bestens geeignet. Auch für den Start in die Wandersaison ist die Tour optimal.

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GPS

Am Wochenende war ein guter Freund zu Besuch. Sein Hobby: Hardcore-Wandern. Dazu hat es nicht gelangt. Aber ein bisschen den vorderen Odenwald durchschreiten war schon drin.

Sein wichtigster Begleiter in Lappland, auf Korsika oder in irgendwelchen anderen naturbelassenen Regionen: sein Garmin Oregon 200. Technik-Spielzeug ist bekanntlich Männersache. Da spielt das Alter keine Rolle.

Der Marc hatte Stefan spätestens auf seiner Seite, als dieser den GPS-Empfänger ausgepackt hatte. Marc hat unseren Weg digital verfolgt – und konnte kaum den Blick von dem Farbdisplay und den topografischen Karten abwenden.

Als wir auf dem Bürgersteig unterwegs waren, musste ich ihn häufiger aufklären, dass es möglicherweise nicht ganz schlau ist, dem Oregon mehr Aufmerksamkeit zu widmen als den Autos auf der Straße. Schließlich sind wir wohlbehalten an unserem eigenen Fahrzeug angekommen. Den Weg durch Heppenheim hätte ich auch noch ohne GPS gefunden.

Ich selbst habe auch noch einen GPS-Empfänger – für die Kenner der Szene: einen Etrex Vista. Er ist leider nur s/w. Leider verfügt auch nicht über das sensationelle Kartenmaterial. Trotzdem sollte ich ihn wohl wieder in Betrieb nehmen, um den Marc auch auf rein familiären Touren zu motivieren – wenn es denn einmal nötig sein sollte. Eigentlich ist er ein sehr ordentlicher Marschierer – und beim Radfahren ist er sowieso ganz groß.

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