TagWeihnachten

Die gute alte Holzeisenbahn

Weihnachten naht. Die Zeit der Geschenke. Uns gehen die Ideen aus. Was wollen und brauchen die Kinder? Zum Spielen eigentlich nichts Neues. Machen wir uns nichts vor. Es ist viel im Haus, obwohl wir sicher nicht übermäßig viel Spielzeug haben. Nach einigen Jahren Remise haben wir die Holzeisenbahn wieder ausgepackt. In zwei Tagen haben die Kinder rund acht Stunden damit gespielt – gemeinsam. Also, eigentlich braucht es nichts Neues.

Die gute alte Holzeisenbahn ist aus der Remise gefahren und erfreut großer Beliebtheit.

Die gute alte Holzeisenbahn ist aus der Remise gefahren und erfreut sich großer Beliebtheit.

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Die Zeit als Wert

Es ist natürlich Blödsinn. Aber, wenn ich hier nun sitze und diese Zeilen schreibe, habe ich das Gefühl, dass das Jahr 2013 überfallartig über mich hereingebrochen ist. Ist es natürlich nicht. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass die vergangenen zwei Wochen im Rückblick nicht so verlaufen sind, wie ich mir das vorgestellt habe.

Weihnachten war irgendwie doch wieder ziemlich zerfahren, mit all den Aufenthalten bei Familie und Freunden. Und die Zeit nach Weihnachten ist wie im Raketenflug vergangen. Wahrscheinlich bin ich auch unzufrieden mit mir. Ich habe mir weniger Zeit für die Kinder genommen als ich selbst erwartet habe.

Aber stimmt das wirklich? Marc hat am vergangenen Wochenende ein Fußballturnier gespielt, wir waren in Speyer, in der sehenswerten und inspirierenden Ägypten-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz, zum Jahresabschluss am Silvestertag haben wir einen schönen und langen Spaziergang durch unser Dorf gemacht. Zwischendrin haben wir ein paar Stunden mit Mario an der Wii verbracht, haben das eine oder andere Gesellschaftsspiel gemacht, mit Tom habe ich eine Theke für den Kaufladen gebaut.

Ein paar Punkte hätte ich noch für die Liste. Und trotzdem bleibt ein fader Geschmack zurück, wenn ich an die vergangenen Tage denke. Wahrscheinlich hat das doch damit zu tun, dass man an diesen Tagen im Jahr dazu neigt, sich zu viele Gedanken über das Gewesene und Werdende zu machen. Der Geist befindet sich in einem aufgewühlten Zustand. In den Gedankenstrudel wird hineingerissen, was nicht niet- und nagelfest ist.

Insgesamt bin ich doch froh, dass ich diese Überlegungen anstellen kann. Ich hoffe, dass mich das davor bewahrt, die wichtigsten Menschen um mich herum zu vernachlässigen und zu wenig Zeit mit ihnen zu verbringen.

Damit ist ja auch schon wieder der erste Plan für das frische Jahr gefasst.

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Kathrinchen Zimtstern auf großer Fahrt

Die drei Protagonisten des Buches "Kathrinchen Zimtstern"

Kathrinchen Zimtstern, Johann Knatterburg und Arthur Grimmbart - die drei Protagonisten des Buches von Bastian Backstein (Illustration: Gunter Springsguth).

Kürzlich ist ein sehr liebevoll geschriebenes und illustriertes Buch auf den Markt gekommen, das wir Euch besonders ans Herz legen wollen. Es gibt natürlich massenhaft Neuerscheinungen auf dem Kinderbuchmarkt – gerade ist ja erst die Buchmesse in Frankfurt zu Ende gegangen. Aber dieses Buch basiert auf einer ganz besonderen Idee: Es entführt den Leser und die kleinen Zuhörer nämlich in eine fantastische Welt rund um traditionelle erzgebirgische Weihnachtsfiguren. Das macht „Kathrinchen Zimtstern – Die Geschichte vom verschwundenen Engelchen“ natürlich zu einer perfekten Vorweihnachts- und Weihnachtslektüre. Dazu kommt noch, dass die Abenteuer des zauberhaften Wesens in 24 Kapiteln erzählt werden – das kommt Euch doch sicher bekannt vor.

Wir hatten nun die Gelegenheit, mit dem Autor des Buches, Bastian Backstein, zu sprechen. Es geht dabei um die Unterschiede zwischen Afrika und dem Erzgebirge, weihnachtliche Traditionen und den Begriff Heimat.

Bastian Backstein und ein Flachshaarengelchen.

Bastian Backstein mit einem Flachshaarengelchen aus den Werkstätten Flade, Olbernhau.

passionpapa.de: Bastian, was bedeutet Dir Heimat?

Bastian Backstein: Heimat ist für mich das Fleckchen Erde, an dem ich meine Wurzeln habe und das mich in meiner Kindheit geprägt hat. Selbst wenn wir später woanders ein Zuhause finden und uns wohlfühlen, bleibt eine spezielle Verbundenheit und Vertrautheit. Wenn ein Hesse in der Ferne seinen Äppelwoi trinkt oder ich mir als Sachse zu Weihnachten Räucherkerzen anzünde – dann ist das auch ein Stückchen Heimat.

In Hinblick auf das Buch – und für Kathrinchen – würde wohl eine ganz kurze Beschreibung ausreichen: Heimat ist hier der Ort, wo man hingehört und Freunde und Familie hat. Der Interpretation einer Tageszeitung, das es sich bei der Geschichte um eine „Liebeserklärung“ an meine Heimat handelt, würde ich noch hinzufügen wollen, dass es gleichzeitig auch eine Liebeserklärung an andere Kulturen, fremde Länder und das Reisen ist.

passionpapa.de: Kathrinchen Zimtstern geht ungewollt auf große Reise. Welche Bedeutung hat dieser Kontrast zwischen Erzgebirge und Afrika für das Buch? Inwieweit hat Kathrinchens Reise auch etwas mit Dir und Deinem Leben zu tun?

Bastian Backstein: Die Distanz und die Unterschiede zwischen Afrika und Erzgebirge spielen natürlich eine wichtige Rolle. Ein Erzgebirgsengel im Urwald – das passt für uns erst einmal nicht zusammen. Zunächst genießt Kathrinchen Zimtstern ja das Leben zwischen Palmen und Orchideen – problematisch wird es aber, als es kein Zurück zu geben scheint. Das Engelchen merkt, dass einem das schönste Paradies nichts nützt, wenn man einsam ist. Auch für Johann Knatterburg, den ängstlichen Nussknacker, spielt der Kontrast zwischen den Schauplätzen eine wichtige Rolle. Er muss sich seiner Furcht vor dem Fremden, dem Anderen, stellen und für seine kleine Freundin Neuland betreten.

Ein wichtige Erfahrung aus meinem Leben, die sich in Kathrinchens Reise widerspiegelt, ist der Fakt, dass man – egal, wo man auf dieser Welt ist – Freunde finden kann. Außerdem habe ich die Geschichte in Spanien geschrieben. Das war eine tolle Zeit und anders als Kathrinchen hatte ich auch kein Heimweh – aber im Dezember kam und kam einfach keine Weihnachtsstimmung auf. Eine kleine, augenzwinkernde Hommage an die Erzgebirgstraditionen fiel mir unter diesen Umständen sehr leicht.

passionpapa.de: Du beschreibst in Deinem Buch eine Vielzahl interessanter Charaktere. Es kommen Menschen vor, aber vor allem viele Holzfiguren. In welchen Figuren steckt mehr Menschliches?

Bastian Backstein: Die Holzfiguren Johann Knatterburg, Arthur Grimmbart oder eben Kathrinchen sind die Protagonisten des Buchs – von daher habe ich ihre Charaktere natürlich stärker ausgebaut und mich mit ihrer Entwicklung beschäftigt. Allerdings halte ich die „echten Menschen“ in dem Buch nicht für weniger menschlich. Der berühmte Schatzsucher Professor Schlumann beispielsweise hat zwar nur eine Nebenrolle, aber ich glaube, er ist eine interessante Persönlichkeit mit Stärken und Schwächen.

passionpapa.de: Warum hauchst Du den Holzfiguren so viel Menschlichkeit ein?

Bastian Backstein: Viele Traditionen stammen aus einer längst vergangenen Zeit und haben auf den ersten Blick nur noch wenig mit der Lebenswirklichkeit von jungen Leuten zu tun. Außerdem kommen Traditionen oft auch sehr ernst und gediegen daher. Ich hatte Lust wieder für etwas mehr Frische bei den erzgebirgischen Holzfiguren zu sorgen. Sie wie Menschen agieren zu lassen – und noch dazu in einer modernen Umwelt – hielt ich den besten Weg. Im Grunde genommen haben die Figuren ja schon an sich etwas sehr Menschliches an sich und man braucht nicht so viel Fantasie, sich ihre Charaktere vorzustellen. Polternde Nussknacker, chillige Räuchermännchen – das lag alles relativ nah – und ich brauchte mir nur noch vorstellen, wie sie sich mit all ihren Schrullen in bestimmten Situationen wohl verhalten würden.

passionpapa.de: Welche Bedeutung haben die traditionellen erzgebirgischen Figuren für Dich ganz persönlich? Welche Erinnerung an diese Figuren sind für Dich ganz besonders präsent?

Bastian Backstein:Für mich gehören Nussknacker und Co. untrennbar mit Weihnachten zusammen. Selbst wenn ich das Fest im Ausland verbringe, was schon öfters vorgekommen ist, gehört mindestens ein Räuchermann mit ins Gepäck.

Besonders präsent sind für mich vor allem zwei Erinnerungen: Die erste beschreibe ich in dem Buch recht ausführlich. Es ist dieser ganz besondere Zauber, den ich als Kind gefühlt habe, wenn man Anfang Dezember die Weihnachtskartons mit den Figuren vom dunklen Dachboden holte und dann damit die Wohnung schmückte. Die zweite ist das wohlige Gefühl, wenn man bei Kerzenschein am Wohnzimmertisch sitzt, sich die Pyramide dreht, der Räuchermannqualm langsam an die Decke zieht – und jemand eine Geschichte vorliest.

passionpapa.de: Welche Botschaft beinhaltet Dein Buch ganz speziell für Kinder, welche Botschaft steckt für Erwachsene darin?

Bastian Backstein: Ich glaube nicht, dass sich die Botschaften an die Kinder sich von denen an die Erwachsenen stark unterscheiden. Eine wichtige Idee hinter Kathrinchens Abenteuer ist, dass Europa von seiner Vielfalt und Buntheit lebt. Und das Wertschätzung eigener Tradition und Offenheit für andere Kulturen kein Widerspruch ist. Ganz salopp hätte ich auch formulieren können: „Kommt raus dem Tal. Keine Angst vor dem Neuen.“ Aber auch: „Vergesst eure Wurzeln nicht!“

Illustration aus dem Buch Kathrinchen Zimtstern von Gunter Springsguth.

Illustration aus dem Buch Kathrinchen Zimtstern von Gunter Springsguth.

Ein paar weitere Botschaften ergeben sich dann doch aus den Charakteren: Der ängstliche Nussknacker Johann Knatterburg, der noch nie eine Nuss geknackt hat, zeigt beispielsweise, dass man auch dann ein Held sein kann, wenn man eher still und zurückhaltend ist. Und Arthur Grimmbart beweist, dass Abenteuerlust keine Frage des Alters ist. Außerdem spielt Freundschaft natürlich eine ganz große Rolle in der ganzen Geschichte – über Ländergrenzen hinweg.

Letztendlich muss ich aber auch feststellen, dass ich beim Schreiben des Buches gar nicht so sehr an Botschaften gedacht habe. Ich wollte vor allem eine Geschichte, die große und kleinen Leser gut unterhält – und eine Weihnachtsgeschichte, die eine gute Adventsstimmung verbreitet, trotzdem nicht allzu kitschig ist und vor allem für Schmunzler sorgt.

passionpapa.de: Wird Kathrinchen Zimtstern ein weiteres Mal auf große Fahrt gehen, oder wird es vielleicht der Pflaumentoffel, Arthur Grimmbart oder einer der Nussknacker sein?

Bastian Backstein: Ob es Kathrinchen oder jemand anderes ist, mag ich nicht verraten. Aber ja: weitere Abenteuer aus der – ich nenne das jetzt mal Backstein-Welt – wird es geben oder besser gesagt gibt es schon. Die Geschichte von Kathrinchen Zimtstern blieb ja relativ lange unveröffentlicht, wanderte aber schon seit 2004 von Grundschule zu Grundschule bzw. wurden von Freunden und Bekannten gelesen. Genau dasselbe geschieht mit einer anderen Geschichte, die es schon gibt. Und das neueste Abenteuer ist gerade erst fertig geworden und steht jetzt kurz vor der Premiere (im kleinen Kreis). Ob es diese Geschichten auch wie „Kathrinchen Zimtstern – Die Geschichte vom verschwundene Engelchen“ in den Buchhandel schaffen, weiß ich noch nicht. Lassen wir uns überraschen.

passionpapa.de: Vielen Dank für das Gespräch.

Wer Bastian Backstein und Kathrinchen Zimtstern einmal live erleben möchte, hat dazu am 17. November in Bad Nauheim die Gelegenheit. Um 14 Uhr liest der Autor dann in der Buchhandlung am Park, Aliceplatz 3&4, aus seinem Werk vor.

Hier nochmal die wichtigsten Daten zum Buch: „Kathrinchen Zimtstern – Die Geschichte vom verschwundenen Engelchen“; geschrieben von Bastian Backstein, illustriert von Gunter Springsguth, erschienen im Husum Verlag. 120 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Format 22×22 cm, Preis: 19,95 Euro. http://www.kathrinchen-zimtstern.de

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Von der Geburt bis zum Tod

Es sind manchmal die unverfänglichsten Situationen, in denen sich tiefsinnige Gespräche mit den Kindern ergeben. Die Kinder ins Bett bringen ist eine absolute Standardsituation. Vor dem Einschlafen wird auch in der Regel etwas vorgelesen. Heute war Marc etwas früher als die anderen fertig. Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns gemeinsam in sein Bett gelegt. Ich habe etwas über körperliche Gebrechen geklagt. Und dass diese etwas mit dem Alter zu tun haben und dass es immer schlimmer wird. Sachen, die man so vor sich hinsagt. Irgendwann, habe ich gesagt, sinkt man dann nur noch ins Grab.

An dieser Stelle habe ich seinen Nerv getroffen. „Du musst aber noch 59 Jahre leben!“ Dann wäre ich 100. Das scheint für Marc eine magische Grenze zu sein. Ich will mir Mühe geben und alles dafür tun, habe ich gesagt. Ich habe die Schraube weitergedreht – und weiß nicht, ob das richtig war. „Man lebt, um irgendwann zu sterben.“ Marc ist traurig geworden. „Das will ich nicht. dann will ich gleich gar nicht mehr geboren sein. Das ist doch sinnlos.“ Das hat mich beeindruckt und ich habe mit einem Verweis auf die Gründung einer Familie die Kurve bekommen und, dass das Leben viel Spannendes zu bieten hat.

Ich habe das Gefühl, dass wir uns heute Abend nicht das letzte Mal über Geburt, Leben und Sterben unterhalten haben. Interessant, dass unser kleines Gespräch ausgerechnet kurz vor Weihnachten stattfand.

Übrigens: Ganz unbeschwert hat sich Tom in unsere Unterredung eingeschaltet. „Bevor man stirbt, kann man doch noch Opa werden.“ Und das stimmt.

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Der Wunschzettel

Die Kinder fangen an, Wunschzettel zu gestalten. Die wunderbaren Prospekte und Kataloge, die seit einiger Zeit hier ankommen, werden mit Scheren traktiert. Kleberreste am Esstisch zeugen von intensiver Klebearbeit. Weihnachten samt Christkind steht vor der Tür.

Ich habe Marc vorgeschlagen, er könne doch, da er ja schon schreiben kann, auch eine Wunschzettel schreiben. Aber das Kleben ist  ihm dann doch näher. So hat er also geklebt. Allerdings musste er schriftlich eine Ergänzung auf der Rückseite hinzufügen, um dem Christkind etwas zu erläutern. Dieses Schriftstück gebe ich hier in unkommentierter Form weiter.

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Aufpassen im Kreuzungsbereich!

Es ist bekannt und irgendwie auch nachvollziehbar, dass Playmobil und Lego die absoluten Spitzenreiter im Bereich der Kunststoff-Spielewelten sind – zumindest bei uns in Deutschland ist das so. Es ist auch bekannt, dass die meisten Kinder leicht einen Zugang zu den diversen Themenwelten finden. Die Begehrlichkeit ist groß, als Schenkender ist einem zumindest die temporäre Endlos-Liebe sicher.

Es gibt allerdings auch die eine oder andere beachtenswerte Alternative. Wer also noch Platz in Haus oder Wohnung und Playmobil sowie Lego schon rauf und runter gespielt hat, kann auch noch in neue Spielewelten eintauchen. Eine dieser Spielwarenserien ist Tomica aus dem Hause Tomy. Am Wochenende haben wir das Starter-Set Hypercity 85401 auf Herz und Nieren getestet.

Von passionpapa

Um es gleich zu Anfang zu chrakterisieren: Es handelt sich hier um eine Mischung aus einem automatisierten Parkhaus und einer Brio-Bahn aus Kunststoff. Und wie bei allen Spielewelten muss man auch hier eine gewisse Zeit für den Aufbau einrechnen. Allerdings geht es hier bei weitem nicht so handwerklich zu wie bei den größeren Playmobil-Welten.

Die Parkhauseinheit ist kompakt und zu 99% fertig aus dem Karton zu nehmen. Der Supermarkt auf der Grünen Wiese braucht beim Aufbau und Bekleben etwas Fingerspitzengefühl – hier geht es etwas kleinteiliger zu. Das Schienensystem für den elektrisch angetriebenen Pseudo-ICE können dank eines sehr einfachen aber funktionierenden Stecksystems auch die Kleinen zusammenbauen. Allenfalls die Verbindung zur Hauptspieleeinheit muss man als Elternteil vielleicht unterstützen. Das optimale Alter der Spieler wird mit 4 bis 7 Jahren angegeben. Das ist absolut in Ordnung – auch die obere Altersgrenze ist ehrlich.

Von passionpapa

Dem Set liegt ein dreiteiliger Zug bei, ebenso zwei Spielzeugautos in Standardgröße. Damit ist klar, dass auch alle anderen Spielzeugautos gern gesehen sind. Auch das Schienensystem ist durchaus mit anderen Schienengefährten aus dem Bestand der Kinder kompatibel. Das gilt allerdings nur für den manuellen Betrieb.

Die Steuerungseinheit befindet sich in dem Hauptmodul. Wenn man das Spiel einschaltet und den Zug mit einem separaten Schalter auf seinen Rundkurs schickt, organisiert sich der Verkehr im Automatikmodus von ganz alleine. Die Autos halten an der Schranke, wenn der Zug in den Bahnhof einfährt und kurz darauf die Fahrt fortsetzt. Er kann auch haltlos durch die Gegend fahren. Auch da funktioniert die Selbstorganisation. Die Autos werden mit einer Art Aufzug nach oben befördert. Für den permanenten Verkehr sorgt die Schwerkraft.

Von passionpapa

Interessant wird es, wenn die Kinder die Kreuzungssituation im manuellen Betrieb selbst organisieren. Dann kommt es zu ziemlich vielen Unfällen und hektischem Treiben. Die Autos verkeilen sich mit dem Zug, schieben sich ineinander. Zugegeben ist dann der Spaß eigentlich am größten, vor allem im gemeinsamen Spiel. Die Verkehrsgeräusche und das Klackern des Autoaufzugs sowie das Schreien und Gicksen konnte man über viele Stunden in unseren vier Wänden vernehmen.

Von passionpapa

Doch irgendwann kommt der Punkt, da die Kinder auf der Matte stehen, leicht verzweifelt gucken und sagen: „Die Batterien sind alle!“ Das klassische Problem. Die Steuereinheit benötigt drei Babyzellen, der Zug nochmals eine. Die Batterien liegen – wie so oft – dem Spiel nicht bei. Das ist grundsätzlich kein Problem, nur sollte ein Schenker oder Übergeber diese 5 bis 6 Euro gleich noch mit investieren, damit es keine langen Gesichter gibt. Akkus sind natürlich auch möglich.

Auf einer Skala von 1 bis 10 vergebe ich für das Spielset Tomica Hypercity 85401 7 Punkte. Die Spielewelt ist nicht zuletzt durch die unterschiedlichen Aufkleber sehr detailreich. Die Verarbeitung ist für ein Kunststoff-Spielzeug sehr gut. Die Schienen lassen sich leicht stecken, der Zusammenhalt ist gut. Die Spielsituation Verkehr und Leben in der Großstadt ist realitätsnah, wenn auch die thailändische Herkunft des Spiels zumindest Erwachsenen auffällt. Die Grundausstattung ist natürlich erweiterbar. Der ordentliche Energiebedarf und der recht hohe Preis (normalerweise kostet das Set rund 90 Euro, im Moment (Stand: 6.Dezember 2010) ist es bei Amazon für unter 70 Euro zu haben) zählen sicher zu den Negativpunkten.

Transparenzhinweis: Das Starter-Set Tomica Hypercity 85401 wurde uns als Testmuster kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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