TagWinter

Ein Comic zum Abkühlen

An der Grundschule unserer Kinder gibt es einen Förderverein. Dieser Förderverein (Ich bin zufällig der 1. Vorsitzende) organisiert zur Finanzierung  seiner Arbeit und zur Ergänzung des schulischen Angebots in jedem Schuljahr Kinderkurse. In diesem Jahr gab es auch einen Kurs mit dem Titel „Comic zeichnen“. Tom war Teil der Show – und hat begeistert, und auch durchaus gekonnt, einige Werke in diesen Stunden des Kurses produziert.

Heute ist ein heißer Tag – und zur Abkühlung präsentierte ich diesen Bilderwitz.

Hände hoch, oder ich fön dich!

Möhre her oder ich Föhn dich! (Original-„Ton“)

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Verkorkster Winter

Es kommt im Jahr sicher nur fünf Mal vor, dass ich schlecht schlafe. Ausgenommen sind selbstverständlich jene Nächte, in denen die Störungen von außen, in Form von kleinen Nachtgespenstern, an mich heran getragen werden. Die vergangene Nacht jedoch war eine dieser fünf Nächte.

Sonnenuntergänge wie diesen gab es in diesem Winter nur selten.

Sonnenuntergänge wie diesen gab es in diesem Winter nur selten.

Ich glaube, dass daran unter anderem der verkorkste Winter schuld ist. Okay, der Winter wird noch einige Wochen andauern. Aber dieses milde und trübe Wetter ist unerträglich. Die wenigen Pseudo-Schneetage in unserer Gegend Anfang Dezember zählen nicht. Es fehlt an Frost, Sonne und natürlich irgendwie auch Schnee. Da allerdings sind die Erwartungen bei uns nicht ganz so groß.

Die Kinder werden auch um viele nette Erlebnisse draußen gebracht. Der Körper kann kein Vitamin D bilden, die Seele beginnt zu verkümmern, die Laune ist so nicht gerade die beste.

Seit gestern fliegen in Deutschland schon wieder Pollen – das ist eine Horrorvorstellung. Experten warnen schon heute davor, dass es in diesem Jahr eine übergroße Menge an Haselnuss- und Birkenpollen geben wird. Das ist eine kleine Katastrophe für ein Haus voller Allergiker – natürlich tue ich mit vor allem selbst leid.

Auch wenn es umsonst sein sollte: Ich freue mich auf die nächste Frostperiode. Angeblich erhält der Winter in den kommenden Tagen eine Chance – hoffentlich kann er sie nutzen. Vielleicht kommt die Pollenproduktion dann doch noch ins Stocken. Auch für die Vernichtung von Viren und Bakterien ist der Frost gut. Also, Winter, auf geht’s!

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Und manchmal springt der Onkel ein

Ein erster Eistest ohne Schlittschuhe.

Ein erster Eistest ohne Schlittschuhe.

Manchmal muss ich als aktiver Papa einfach passen. Einige Dinge lerne ich als „alter Mann“ einfach nicht mehr. Eine dieser Sachen ist das Schlittschuhlaufen. Es hat lange gedauert, bis der Baggersee in der Nähe unseres Dorfes wieder einmal zugefroren ist. In diesem Winter ist es endlich so weit. Am Wochenende waren wir schon einmal dort, allerdings nur zum Spazierengehen. Auch aufs Eis haben wir uns gewagt. An vielen Stellen hat es getragen, nicht an allen. Die letzten Nachtfröste haben dem See aber sicher den Rest Eis gegeben.

Marc hat in diesem Winter Schlittschuhlaufen gelernt. Dazu waren nur wenige Übungseinheiten notwendig. Zuerst war es nur Kunsteis, doch jetzt kann man es auch Mal in freier Wildbahn erleben. Ist das nicht großartig?

Wie gesagt, ich bin dafür nicht der Richtige. Zum Glück muss ich nicht lange suchen, um den Richtigen zu finden. Mein Bruder ist von Klein auf auf Schlittschuhen gestanden. Damals in Polen war das eine der wesentlichen Freizeitbeschäftigungen im Winter. Dort hat man viel weniger den Sicherheitsaspekt im Blick gehabt, als es hier heute der Fall ist. Aus Vernunftgründen dürfte man sich natürlich noch nicht aufs Eis wagen. Aber warten bis es wieder taut, ist auch keine Lösung.

Ich finde es einfach großartig, dass Marc mit seinem Onkel, der übrigens 14 Jahre älter ist als ich, diese Erfahrung macht. Und ich finde es super, dass mein Bruder mit Freude seinen Neffen schnappt und Marc diese Erfahrung möglich macht. Das ist eben ein Punkt, an dem der Papa passen muss. Und irgendwie finde ich es in solchen Momenten großartig, dass man eine Familie hat, die größer ist, als der begrenzte eigene fünfköpfige Tellerrand. Leider kommt dieses Empfinden in vielen anderen Fällen zu kurz.

Disclaimer: Dieser Artikel ist kein Aufruf, auf jedem x-beliebigen Teich oder Weiher Schlittschuhlaufen zu gehen. Betreten der Eisflächen nur auf eigene Gefahr.

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Rollentausch mit Mario

1 Wii NSMB PackshotWer Nintendo sagt, sagt auch Mario. Der Großteil der Mario-Titel für Nintendo DS und Wii – und früher natürlich auch für alle anderen Nintendo-Spielesysteme – gehören zu den absoluten Must-haves. Wer nur drei Spiele für eine der beiden Konsolen hat, sollte zumindest zwei Mario-Titel besitzen.

Ganz großes Kino ist natürlich die aktuelle Auflage des Jump’n’Run-Klassikers New Super Mario Bros. Hüpfen und Springen als Solist ist schon ganz groß, aber im Zusammenspiel mit ein paar Kumpels oder – noch besser – den eigenen Kindern liegt die wahre Stärke.

Wenn die Wochenenden lang werden, Krankheiten einzelner Familienmitglieder nicht gerade danach schreien, mehrere Stunden außer Haus (selbst bei schönem Winterwetter) zu verbringen, dann wird schon mal die Wii für einen etwas längeren Zeitraum bemüht.

obstgartenDas gemeinsame kooperative Spiel mit dem Nachwuchs hat schon analog etwas Besonderes. Sehr beliebt – und immer wieder aus dem Schrank geholt – ist beispielsweise das Spiel Obstgarten von Haba. Die bis zu vier Spieler treten gegen einen Raben an, der es aufs Obst im Garten abgesehen hat. Möglichst schnell muss man die Körbe mit dem geernteten Obst füllen, bevor der Rabe zuschlagen kann. Bei solchen Spielen können die Kinder einem wertvolle Ratschläge geben – und haben auch noch selber etwas davon.

Intensiver ist meiner Meinung nach das digitale kooperative Spiel. Man merkt deutlich, wie die Kinder ihren Beschützerinstinkt ausleben, wenn man als zusammengestauchter Mario unterwegs ist, während Luigi unter der Führung des Nachwuchses mit Feuer- oder Eiskugeln auf die Gegner feuern kann. „Papa, jetzt beschütze ich Dich“ und „Jetzt bin ich mal Dein Papa“ sind dann Sätze, die Marc an meine Adresse richtet. Sind die Vorzeichen umgekehrt, heißt es „Papa, jetzt musst Du mich beschützen!“

Screenshot New Super Mario BrosMarc ist sechs – und in diesem Alter sind die Kinder erstmals sinnvoll intensiver an das Thema Videospiele heranzuführen, glaube ich. Sie beginnen die Zusammenhänge zu begreifen. Tom ist mit seinen vier Jahren noch zu klein. Er kann sich nur auf den Moment einlassen. Eine Runde Mario Kart Double Dash ist in Ordnung. Ein Minispiel in der DS-Variante von Super Mario Bros. geht auch – aber dann macht er auch irgendwie dicht. Und das ist ganz gut so.

Screenshot New Super Mario BrosKürzlich habe ich ja erstmals Online-Spiel-Erfahrungen gemacht. Das war wirklich interessant, ja sogar faszinierend. Jetzt arbeiten Marc und ich weiter an unseren kooperativen Spiel-Erlebnissen. Ich denke, dass wir noch viele netten Stunden in unserem Leben mit gemeinsamem Videospiel verbringen werden. Bis zu dem Tag, an dem ihm das Spielen mit Papa zuwider wird. Ich werde ihm nicht mehr das Wasser reichen können, er wird mich als Klotz am Bein empfinden. Aber so leicht lasse ich mich nicht abhängen – nehme ich mir zumindest vor.

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Ein Winter-Post

Über das Wetter sollte man nicht all zu viel schreiben. Es ist eben da – man muss sich damit abfinden. Reden kann man und das macht man auch reichlich.

Jetzt verfasse ich aber doch noch einen Eintrag zum Wetter. Ich kann mich persönlich noch an keinen Winter mit derart viel Schnee bei uns im Flachland erinnern. Fast jedes zweite Wochenende konnte man auf dem Sträßchen neben unserem Haus Rodeln und viel Spaß mit den Kindern haben – hatten sie ihn doch auch.

Die Kehrseite der Medaille: Es hat an Sonne gefehlt. Die Kälte hat nicht gerade dazu eingeladen, viele Stunden draußen zu verbringen. Das Aufwärmen im Haus ist auch wichtig. Und wenn kein Schnee gelegen hat, war es entweder zu kalt für Outdoor-Aktivitäten oder zu nass. Fazit: Wir haben uns deutlich zu viel in den eigenen vier Wänden aufgehalten.

Jetzt, am Ende des langen Winters, merkt man das immer mehr auch am Geisteszustand aller Beteiligten. Körper und Geist stellen sich gerade um. Der Bewegungsdrang steigt, die Lust auf frische Luft nimmt zu. Wird uns beides verweigert, wird die Laune immer schlechter. Während man sich eigentlich gut mit dem Winter abgefunden hat, sagt der Körper jetzt: Her mit der Wärme, ich will raus.

Das lange Wochenende scheint jetzt doch mehr oder weniger ins Wasser zu fallen. Vielleicht verabschiedet sich die Kaltfront aber ja doch schneller, als es die Meteorologen vorhersagen. Körper und Geist wollen zu ihrem Recht kommen. Und nach dem Start der Sommerzeit mit all seinen Folgen wäre es wirklich wünschenswert, wenn es so wäre. Man könnte sich einige Aufregung und Tränen sparen.

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